Weiterer Ausbau: Noch heuer soll in der Klinik Dorfen eine stationäre Schmerztherapie eingerichtet werden. Foto: prä

NEUES KLINIK-ANGEBOT

Stationäre Schmerztherapie in Dorfen

Dorfen - Der Bedarf ist groß, dass Patienten mit chronischen Schmerzen gezielt therapiert werden können. Am Klinikum des Landkreises Erding ist kürzlich eine ambulante Schmerztagesklinik in Betrieb gegangen. Eine stationäre Schmerztherapie soll nun in der Klinik Dorfen folgen.

Von chronischen Schmerzen geplagte Menschen sollen noch heuer in der Klinik Dorfen in einer stationären Schmerztherapie qualifizierte medizinische Hilfe und Linderung ihrer oft langen Leiden finden. Das wünscht sich Landrat Martin Bayerstorfer. Das Thema Schmerztherapie habe in Deutschland allgemein zugenommen, deshalb sei es „seit langem“ sein Bestreben, Schmerztherapien in den kreiseigenen Kliniken anbieten zu können, so der Landrat. Wie Bayerstorfer der Heimatzeitung sagte, habe er sich daher für die Schaffung einer stationären Schmerztherapie an der Klinik Dorfen „stark eingesetzt“. Sie sei eine Erweiterung der ambulanten Schmerztherapie in der Klinik Erding. Das sei auch „ein Bekenntnis zur Standortsicherung der Klinik Dorfen“.

Zu den 330 stationären Betten in Erding wurden erst im Mai zwölf ambulante Plätze in der ambulanten Schmerztherapie geschaffen (wir berichteten). Bereits Ende 2014 hatten Verwaltungsrat und Klinikum die Einrichtung einer interdisziplinären Schmerztherapie beschlossen. Nach dem diese Abteilung im Bayerischen Krankenhausplan aufgenommen wurde, sei sie „erfolgreich in Betrieb gegangen“, berichtete Bayerstorfer.

Klinikpressesprecherin Daniela Fritzen bestätigte gestern auf Nachfrage unserer Zeitung: „Aufgrund der großen Nachfrage und des Bedarfs im Bereich Schmerztherapie wird mit Professorin Magdolna Hornyak, der Leiterin der interdisziplinären Schmerztherapie in Erding, geplant, eine multimodale stationäre Schmerztherapie in der Klinik Dorfen bis zum Jahresende einzurichten.“ Inhaltlich werde diese „ähnlich aufgestellt sein, wie die Abteilung in Erding“, also mit einem interdisziplinären Team, unter anderem mit Ärzten, Psychologen, Ergo- und Physiotherapeuten. Das behandelnde Ärzteteam könne künftig für den jeweiligen Patienten individuell entscheiden, ob für ihn eine ambulante oder stationäre Behandlungsmethode am besten sei, erklärte Fritzen. Bei einer ambulanten Therapie müsse beispielsweise eine gewisse Mobilität beim Patienten gegeben sein. Sei diese nicht gegeben, könne künftig auch eine stationäre Behandlung in Dorfen erfolgen. Detaillierte Auskünfte, wie etwa das Angebot der stationären Schmerztherapie in Dorfen ausgestattet und medizinisch betreut werde, könne man jetzt noch nicht sagen, so Fritzen.

Bürgermeister Heinz Grundner sieht das neue medizinische Angebot in der Klinik Dorfen „sehr positiv“. Damit sei eine „sinnvolle Alternative“ für die freien Raumkapazitäten nach der Schließung der Kurzzeitpflege gefunden worden. Das vom Landkreis auch der Erhalt des „kleinen Krankenhaus Dorfen“ durch die Etablierung der neuen Abteilung gestärkt werde, sei „begrüßenswert“. Das zeige, dass die Sicherung des lokalen Krankenhauses „tatsächlich politisch gewollt ist“.

Hermann Weingartner

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