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Förderkreischef Stefan Tremmel.

Förderkreis Dorfen

Der steinige Weg zum geschäftlichen Erfolg

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Dorfen - Neue Aktionen und verstärkte Werbemaßnahmen: Dorfens Attraktivität als Einkaufsstadt soll weiter ausgebaut werden. An der Weichenstellung dafür arbeitet der Vorstand des Förderkreis Dorfen. Von der Geschäftswelt wird das Engagement aber eher halbherzig unterstützt.

Nur etwa 30 der mittlerweile 149 Mitglieder sind am Montagabend zur Hauptversammlung des Förderkreises in den Wailtl-Bräu gekommen. Und die anweseden Geschäftsleute machten nicht unbedingt den Eindruck, als würden sie mit Feuereifer hinter den vielfältigen Aktionen und Ideen stehen, die der Förderkreisvorsitzende Stefan Tremmel auflistete. Es gab kaum Nachfragen, und auch eigene Ideen für kommende Aktionen brachten die Mitglieder nicht ein – obwohl Tremmel dazu immer wieder aufgefordert hat. Ein Umstand, der es für den Förderkreischef, der selbst mit großem Erfolg ein Elektronik-Fachgeschäft führt, nicht einfach macht, Aufbruchstimmung zu verbreiten. Doch gerade das ist es, was Tremmel und seine Vorstandskollegen in Dorfen versuchen.

Zwei Aktionen sind es, mit denen der Förderkreis seit Jahren großen Erfolg hat: Die Dorfener-Geschäfts-Gutscheine (DoGG’s) und der Dorfener Gutschein. Bei den DoGG’s werden jährlich mittlerweile über 3000 Sammelhefte für die Gutscheine an Kunden ausgegeben. Je zehn Euro Einkaufswert gibt es einen DoGG, wer 40 Gutscheine hat, erhält bei seinem nächsten Einkauf in den 22 teilnehmenden Geschäften zehn Euro Rabatt. Am Jahresende nimmt jeder Sammler automatisch an einer großen Verlosung teil.

19 400 Euro hat der Förderkreis im vergangenen Jahr mit den Dorfen-Gutscheinen generiert. Die Gutscheine werden in 10-Euro-Schritten in einer Geschenkbox in den örtlichen Banken zum Verkauf angeboten. Der Beschenkte kann diesen in jedem Förderkreis-Geschäft einlösen. Für Tremmel eine klare Sache: „So einen Dorfen-Gutschein zu verschenken ist besser, als einen von Amazon oder H&M. Denn die Kaufkraft bleibt in Dorfen.“

d Citymanager Markus Jocher.

Doch um im Gespräch zu bleiben, bedarf es Werbung. Und da hat der Förderkreis bisher nicht nur auf Zeitungen und Anzeigenblätter gesetzt, sondern auch auf das eigene Magazin „Leben in Dorfen“. Doch das steht möglicherweise vor dem Aus. Schon vergangenes Jahr konnte anstatt eines umfangreichen Magazins nur eine sehr kompakte Ausgabe erscheinen, weil sich zu wenig Geschäftsleute mit Anzeigen an der Finanzierung beteiligten. Eine zweite kompakte Ausgabe, die immerhin 2200 Euro Druck- und Herstellungskosten verursacht, soll es nicht mehr geben. Wenn, dann will der Förderkreis zum Jahresende wieder ein umfangreiches Magazin auflegen. Allerdings nur, wenn sich genügend Anzeigenkunden finden. Ansonsten ist das Magazin Geschichte. Bei der Hauptversammlung machte sich niemand so wirklich für einen Fortbestand stark.

Dabei sieht auch Markus Jocher von der Firma CIMA Beratung und Management GmbH in so einem Magazin eine gute Möglichkeit der Imagewerbung. Jocher ist im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts für das Dorfener Stadtmarketing tätig. Allerdings nur durchschnittlich acht Stunden in der Woche. Trotz seines geringen Zeitbudgets glaubt Jocher, zusammen mit örtlichen Ansprechpartnern aus dem Rathaus und dem Förderkreis erfolgreich für Dorfen tätig sein zu können. Als eine der ersten Maßnahmen will der Citymanager freies WLAN in der Stadt ermöglichen. Auch ein Projekt „digitale Stadt“ schwebt dem Jocher vor. Vor allem die städtische Internetseite will der Marketing-Experte mit einem Unternehmerportal vernetzen. Doch auch hier zeigten die anwesenden Geschäftsleute fürs Erste wenig bis kein Interesse.

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