Volksbegehren

Stimmenfang für die Bienen

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Einsatz für Natur und Heimat: Ein Aktionskreis aus Dorfener Naturschützern und Parteien will möglichst viele Menschen dazu mobilisieren, durch ihre Unterschrift das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zum Erfolg zu bringen.

Dorfen – In dem neugegründeten Aktionskreis engagiert sich die Ortsgruppe des Bund Naturschutz, Bienenzuchtverein, SPD-Ortsverband, Tagwerk-Förderverein, Agenda 21-Gruppe und der Gartenbauverein Grüntegernbach. Mit dabei sind auch die Produzentin und der Tierfilmer Melanie und Jan Haft von Nautilusfilm, einer vielfach ausgezeichnete Naturfilm-Produktionsfirma in Esterndorf.

Vom 31. Januar bis 13. Februar liegen in den Rathäusern die Listen zur Unterstützung des von der ÖDP initiierten und von Bündnis 90/Die Grünen und Landesbund für Vogelschutz (LBV) mitgetragenen Volksbegehrens aus. Damit aus dem Volksbegehren auch ein Gesetz für mehr Artenschutz wird, müssen sich mindestens eine Million wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in Bayern in ihren Rathäusern eintragen.

„Jetzt geht es darum, das Bündnis für den Artenschutz noch breiter aufzustellen“, sagt Michael Rott, Vorstandsmitglied der Dorfener Grünen und neben Wolfgang Weidenhammer und Franz Miksch einer der drei Sprecher des Aktionsbündnisses. Weidenhammer, der beim LBV aktiv ist, sieht in dem Begehren eine historische Chance, dass sich „die Lebensbedingungen für Bienen, Schmetterlinge, Vögel und Insekten deutlich bessern.“

In Dorfen haben sich die Aktivisten zum Ziel gesetzt, mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten dazu zu bewegen, mit ihrer Unterschrift für den Artenschutz aktiv zu werden. Ziel des Volksbegehrens ist es, mit einem Biotopnetzverbund die „Verinselung“ einzelner Schutzgebiete zu beenden und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einzudämmen. Dadurch sollen Lebensräume für Bienen, Schmetterlinge und Vögel geschützt werden. An den Gewässern sollen Uferrandstreifen bestehen, auf denen weder Dünger noch Pestizide ausgebracht werden dürfen. Die ökologische Landwirtschaft soll in den nächsten Jahren auf 20 Prozent ausgebaut werden, und wertvolle bäuerliche Kleinstrukturen sollen so erhalten bleiben.

Mehr Informationen

zum Volksbegehren sowie der detaillierte Gesetzestext sind im Internet unter www.volksbegehren-artenvielfalt.de abrufbar.

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