Ein neues Wohngebäude soll zwischen Zinniengasse (l.) und Hinterem Bahnweg entstehen. foto: weingartner

Bauausschuss Dorfen

Streit um Wohnbauprojekt

Dorfen - Es tut sich was im leergefegten Wohnungsmarkt Dorfen. Immobilienunternehmer Robert Decker will weiteren Wohnraum mitten in der Stadt schaffen, wird aber noch gebremst.

Direkt an Dorfens B 15-Ortsdurchfahrt auf der so genannten Duschl-Wiese realisiert Decker derzeit nördlich der Zinniengasse ein großes Geschosswohnungsbauprojekt. Jetzt soll südlich gegenüber, zwischen Zinniengasse und Hinterem Bahnweg, auf der noch freien Fläche ein weiteres Wohnbauprojekt folgen.

Bauträger Decker hat dafür eine Bebauungsplanänderung beantragt, weil das geplante Wohngebäude Festsetzungen im Bebauungsplan „Hinterer Bahnweg“ überschreitet. Angelika Wierer vom Bauamt informierte im Bauausschuss über die Abweichungen des Projekts auf der 1180 Quadratmeter großen Bauparzelle. Die zulässige Geschossfläche soll von 720 auf 1440 Quadratmeter erhöht und die Baugrenzen verändert werden. Das Gebäude soll drei statt zwei Vollgeschosse haben. Zudem soll die Wandhöhe statt sieben 9,25 Meter betragen dürfen. Die Baurechtsmehrung wird von Stadtplanerin Martina Schneider aber aus städtebaulicher Sicht noch „intensiv“ geprüft.

Der Ausschuss stand dem Vorhaben hinsichtlich der geforderten Innenraumverdichtung grundsätzlich positiv gegenüber. Das Problem war eine kritische Stellungnahme von Stadtplanerin Schneider. Dabei geht es um eine Bewertung, wie sich das Gebäude in die Umgebung einfügt. Geteilter Auffassung war dazu der Bauausschuss. Soll man die Bewertung abwarten und dann ins Verfahren gehen oder dem Antrag sofort zustimmen und mögliche Änderungen im weiteren Verfahren klären?

Einig war man sich, dass das Projekt wegen des eklatanten Wohnraummangels in der Stadt zu befürworten ist. Strittig war vor allem, ob man drei Vollgeschosse zulassen will. Gewerbereferent Martin Greimel (CSU) hegte Befürchtungen, das könne „zu wuchtig“ wirken. Aufschluss verspricht man sich von einer „genaueren Prüfung“ der Stadtplanerin. Christian Holbl (TEG) wollte sofort ins Verfahren gehen, um keine Zeit zu verlieren.

Martin Heilmeier (LDW) sah das anders: „Wir winken bloß noch alles durch, weil’s immer pressiert.“ Der Bereich sei lange unbebaut gewesen, da komme es auf vier Wochen auch nicht mehr an. Heilmeier beantragte, dass ein Entschluss zurückgestellt wird, bis eine genauere Stellungnahme der Stadtplanerin vorliegt. Das wurde mit 5:3 Stimmen beschlossen. prä

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