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Engagiert bei der Sache sind die ehrenamtlichen Helferinnen in der Tauschzentrale um Vorsitzende Margot Jüde (l.), die seit Anfang an dabei ist.

Defizit seit 2010

Tauschzentrale braucht dringend Hilfe

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Dorfen - Seit fast 40 Jahren leistet die Dorfener Tauschzentrale einen unschätzbaren sozialen Beitrag in Dorfen. Doch wenn die Stadt jetzt nicht finanziell hilft, steht die „Tausche“ vor dem Aus.

Wenn in Dorfen eine Frau zum „Shoppen“ in die „Tausche“ geht, dann muss kein finanzieller Aderlass befürchtet werden. Denn in der Tauschzentrale, die sich hinter der Abkürzung verbirgt, können Familien mit Kindern richtig sparen. Da kann kein Discounter, kein Modefachgeschäft und kein Versandhandel mithalten. Weit über 1000 Kunden besuchen regelmäßig den Verkaufsraum in der Mühlangerstraße.

Doch die Tauschzentrale ist jetzt, nach 36 Jahren, in ihrem Bestand gefährdet. Seit 2010 muss die Einrichtung, deren Träger der Soziale Helferkreis der Pfarrei Maria Dorfen ist, jährlich mit einem Minus zwischen einigen hundert und über 1000 Euro leben. Bislang hat das die Tauschzentrale aus ihren Rücklagen ausgeglichen. Doch die sind jetzt aufgebraucht.

Heute Abend wird das Thema im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates beraten (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse). Seit 1995 hat die Stadt in einem Anwesen in der Mühlangerstraße Flächen für die Tauschzentrale angemietet. Die Miete beträgt dort monatlich 595 Euro. Der Vermieter verzichtet auf Mietpreissteigerungen, da auch für ihn der soziale Aspekt im Vordergrund steht. Der Soziale Helferkreis als Untermieter hat für die Tauschzentrale bisher 50 Prozent der Mietkosten getragen. Die Nebenkosten werden direkt vom Sozialen Helferkreis übernommen.

Margot Jüde, die Leiterin der Tauschzentrale, hat bei einem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Grundner darum gebeten, den Mietzuschuss von bisher 50 auf 75 Prozent anzuheben. Das wären jährlich 5400 Euro. Damit hätte man wieder den nötigen Handlungsraum, um weiterarbeiten zu können. „Der Verein leistet mit 30 ehrenamtlichen Helfern und damit mit tausenden von unentgeltlich gearbeiteten Stunden seit 36 Jahren einen unschätzbaren sozialen Beitrag für das Gemeinwohl unserer Stadt“, heißt es dazu auch in einer Vorlage der Verwaltung. Die empfiehlt dem Ausschuss, den Mietzuschuss zu erhöhen. Jüde ist zuversichtlich, dass der Ausschuss dem auch zustimmt. Zumindest habe ihr Bürgermeister Grundner signalisiert, das die Stadt die „Tausche“ nicht im Stich lassen wolle.

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