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Ziemlich beste Freunde waren (v.l.) Thomas Kebinger, Tobias Wagner, Daniela Kobold und Laura Köbinger nach 32:35 Minuten am Ziel.

Team der Behinderteneinrichtung

Die Stadtlauf-Stars aus Algasing

Das Team Algasing & Friends hat beim Stadtlauf Dorfen den einen oder anderen Extra-Applaus bekommen. Sieben Rollstuhlfahrer waren mit Begleitern an den Start gegangen.

Dorfen – Erstmals waren heuer beim Dorfener Stadtlauf auch sieben Rollstuhlfahrer aus dem Wohn- und Pflegeheim für Menschen mit Behinderung der Barmherzigen Brüder in Algasing am Start. Der umjubelte Zieleinlauf mitten im Stadtzentrum war für sie ein Wahnsinnserlebnis. Unter kräftiger Anfeuerung des Publikums waren am Sonntagvormittag 29 Sportler beim Fünf-Kilometer-Hobby-Lauf gestartet – darunter auch die Algasinger.

Franz Wieser, Mitarbeiter der Einrichtung, hatte für den Stadtlauf das Team Algasing & Friends zusammengetrommelt. Die Gruppe starte in der Form seit 2014 auch alljährlich beim Regensburger Leukämielauf, berichtete er im Gespräch mit unserer Zeitung. Fachlich begleitet wurde die Rollstuhlfahrer-Gruppe von Wieser und vier Arbeitskollegen. Mitgemacht hatte auch ein Vater eines Betreuten, der seinen erwachsenen, schwerst-mehrfach behinderten Sohn im Renn-Buggy dabei hatte.

Dann gibt’s da noch die „Friends“, erklärte Wieser: Leute aus seiner Nachbarschaft, ein Elternpaar mit Opa und Kinderwagen sowie Sportfreunde aus dem Bekanntenkreis. Vier Profi-Betreuer seien so mit den sieben Rolli-Fahrern auf die Strecke gegangen. Die Resonanz und Riesenfreude der Algasinger Handicap-Teilnehmer beim Stadtlauf waren einfach „gigantisch“, schwärmte Wieser.

Keine leichte Aufgabe, denn es war schwül am Sonntagvormittag, und die sieben Rollstuhlfahrer mussten ja auf den fünf Kilometern von „Schiebe-Assistenten“ unterstützt werden. „Des war a richtige Gaudi und unsere Rollstuhlfahrer die absoluten Stars“, meint Wieser. Sportpartnerschaften und echte Freundschaften seien so schon entstanden. „Dorfen ist einfach eine Stadt der Inklusion“, bilanzierte Wieser.

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