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Lehrkräfte, Schüler und Eltern sind im Schulforum des Dorfener Gymnasiums vertreten. Bei der jüngsten Sitzung waren auch Vertreter der VR-Bank Taufkirchen-Dorfen anwesend, die die Schule fördert. Beate Karbaumer (2. v. l.) und Christine Rahnert (r.) zogen eine Bilanz über die Ganztagsschule. 

Ganztagesschule am Gymnasium

Teamarbeit für mehr soziale Kompetenz

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Dorfen - Das Gymnasium Dorfen hat ein Jahr nach Einführung des Ganztagesunterrichts eine erste Bilanz gezogen. Und die ist sehr positiv: Bei allen Schülern ist ein Zuwachs an Sozialkompetenz erkennbar.

Im September vergangenen Jahres wurde am Dorfener Gymnasium eine Gebundene und eine Offene Ganztagesschule eingeführt. Bei einer Sitzung des Schulforums hat jetzt die Klassleiterin der Gebundenen Ganztagsklasse 5 d, die Schulpsychologin und Unterstufenbetreuerin Beate Karbaumer über ihre Erfahrungen berichtet. Der Ganztagsunterricht basiert auf dem Prinzip täglich strukturierten Aufenthalts der Kinder in der Schule von 8 bis 16 Uhr. Zum regulären, rhythmisierten Unterricht werden ausreichend Möglichkeiten zum intensiven und differenzierten Lernen in kleinen Gruppen geboten und es ist auch Zeit zum Hausaufgaben machen. Überdies gibt es ein vielfältiges Angebot an sportlichen, künstlerischen oder musischen Fördermaßnahmen. 17 Kinder, 15 Buben, vier Mädchen, wurden das Jahr über unterrichtet.

Die Gründe, warum Schüler in der Ganztagesklasse angemeldet wurden, sind vielschichtig. Meist sind es familiäre, aber auch problematisches Sozial- oder Lernverhalten stecken dahinter, wie Karbaumer informierte. Die meisten der in der Ganztagesklasse unterrichteten Schüler stammten aus einem Elternhaus, wo weder Vater noch Mutter eine Verwurzelung zur Region aufweisen würden. Nur eines der Kinder könne Bayrisch sprechen. Alle Schülerinnen und Schüler haben das Klassenziel erreicht, freut sich die Oberstudienrätin. Die Klassenleiterin dankte dem gesamten pädagogischen Team für die „hervorragende Zusammenarbeit“. Die räumlichen Voraussetzungen für die Ganztagesklasse am Gymnasium seien „sehr gut“.

Eine durchwegs positive Bilanz zog auch Christine Rahnert, die die Offene Ganztagesschule betreut. Im Gegensatz zur Gebundenen orientiert sich die Offene Ganztagesschule überwiegend an der klassischen Unterrichtsstruktur der Halbtagsschule und bietet nach dem Unterricht ein zusätzliches, freiwilliges Nachmittagsprogramm. 35 bis 50 Schüler nutzen dieses Angebot. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler erfolgt klassenübergreifend durch qualifizierte Fachkräfte der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi), die Kooperationspartner des Gymnasiums ist. Aber auch so genannte Junior-Teachers, Schüler der neunten bis elften Jahrgangsstufen, geben Hilfe bei Hausaufgaben und Freizeitgestaltung. Diese Junior-Teachers sind „uns eine sehr große Hilfe“, konstatierte Rahnert. In der Offenen Ganztagesschule wird etwa auch gemeinsam gekocht. „Viele Kinder sind das von Zuhause gar nicht mehr gewohnt“, sagte Rahnert.

Beide Ganztagesschulklassen arbeiten eng miteinander zusammen. Und die Bilanz beider Einrichtungen fällt sehr positiv aus: Bei den Schülerinnen und Schülern ist durchwegs ein Zuwachs an Sozialkompetenz erkennbar.

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