Interessantes Thema: Referent Norbert Schertler (l.) und Michael Rott, vom Vorstand der Dorfener Grünen, informierten die Besucher im Jakobmayer-Saal. Foto: (Grüne Dorfen)

Thema Elektroauto

Teuer in der Anschaffung, aber minimale Unterhaltskosten

Dass das Thema Elektroauto keine Randerscheinung mehr ist, zeigten mehr als 60 Interessierte, die zu einem Vortrag der Dorfener Grünen in den Jakobmayer-Saal kamen. Darunter waren auch viele Elektroautofahrer die von ihren Erfahrungen berichteten.

Dorfen – Referent Norbert Schertler, Physiker und Elektroautofahrer, stellte Technik, Markt und aktuelle Modelle vor. Während die deutsche Autoindustrie das Thema kleinhalten wolle, explodierten gerade die internationalen Zulassungszahlen. Für Umweltschützer ist wichtig: „Elektroautos sind schon heute, mit dem recht kohlelastigen deutschen Strom-Mix über die Lebensdauer deutlich umweltfreundlicher als sparsame Diesel- oder Benzinfahrzeuge.“ Betreibe man aber das Elektroauto mit Solarstrom oder Strom aus Biogas, wie es zum Beispiel Gerhard Reger aus Urtlfing mit seinem BMW i3 mache, dann sei das Elektroauto richtig umweltfreundlich.

Erich Glaser sen., ehemaliger Autohändler aus Landersdorf und Oldtimerexperte, erzählte, er habe im vergangenen Jahr mehr als 13 000 Kilometer elektrisch zurückgelegt. Ihn begeistere das elektrische Fahren, er finde es aber schade, dass nicht genügend für die Förderung der Elektromobilität getan werde und dass viele Leute einfach nicht wüssten, wie schön elektrisch fahren sei. Besonders beeindrucke ihn als Fachmann der praktisch nicht vorhandene Wartungsaufwand des Elektroautos.

Auch zwei Tesla-Fahrern war es ein Anliegen, den Zuhörern ihre Zufriedenheit mit ihrem Fahrzeug mitzuteilen, um noch mehr Leute vom elektrischen Fahren zu überzeugen. Während der eine die ruhige, entspannte Fahrweise hervorhob, stellte der andere fest, dass er als Selbständiger mit fast 100 000 Kilometer Jahresfahrleistung um die Hälfte günstiger fahre als mit einem vergleichbaren Wagen der Oberklasse. Zwar sei der Wagen teurer in der Anschaffung, aber mit minimalen Wartungskosten und kostenlosem Strom an den Supercharger genannten Stromtankstellen (300 Kilometer Reichweite in 30 Minuten) sei das schnell wieder reingeholt.

Fazit des Abends: Schon heute ist das Elektroauto für die täglichen Fahrten die bessere Wahl ist. Wer aber fast nur lange Strecken fährt, muss sich noch etwas gedulden oder etwas tiefer in die Tasche greifen. Gerade auf dem Land sind viele auf das Auto angewiesen. Selbst ältere Elektroautos decken Tagesfahrleistungen von 100 Kilometer und mehr problemlos ab und lassen sich an jeder Steckdose aufladen.

(red)

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