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Experten unter sich (v. l.): Während Sicherheitstechniker Nußbaum (Gerhard Mayer) und Ahmed (Matthias Ernst) genau über den vermeintlichen Raub Bescheid wissen, ermitteln Kommissar Specht (Michael Schlickenrieder) und sein Gehilfe Feinbein (Rupert Mayer) in der Pension.

Theater in Wasentegernbach 

Der vertauschte Tresor

„Ich muss Sie bitten, sich bis zum Abschluss der Ermittlungen zur Verfügung zu halten. Laut Polizei sind alle Anwesenden tatverdächtig.“ Mit diesem Scherz begrüßte Gerhard Mayer, Vorsitzender des Trachtenvereins Wasentegernbach die zahlreichen Gäste zur Theater-Premiere.

Wasentegernbach„Der Kommissar geht um“ heißt der Dreiakter.

Dann wechselte Mayer vom Trachtenanzug in eine Elektriker-Montur und spielte den dem Alkohol sehr zugetanen Handwerker Harry Nußbaum. In dieser Rolle war er maßgeblich an einem „Diebstahl“, der im Mittelpunkt der Kriminalkomödie von Joachim Herm stand, beteiligt.

Zunächst handelte das Stück von der etwas nachlässig geführten Pension von Erwin (Rudi Wolf) und Rita Block (Sabine Weinberger), die wegen einer Technikmesse unerwartet viele Gäste bekommen. Die jungen shopping- und wellnessbegeisterten Frauen Sabine Fink (Kathrin Mühlhuber) und Karin Fux (Monika Mayer) haben schlicht keine andere Unterkunft mehr gefunden. Musikprofessor Dr. Kurt Adagio (Wolfgang Kirmayer) versucht, nach einem Hörsturz mit seiner Partnerin Kati Engel (Christiane Stehbeck) auszuspannen.

Und dann stößt noch die reiche Witwe Helga Neumann dazu. Sie wird von Anni Weilnhammer aufbrausend und mit einem Sprachtick, der zum Running-Gag wird, gespielt. Sie will ihre Nichte Louisa (Julia Weinberger), Zimmermädchen in der Blockschen Pension, besuchen. Nicht ohne großspurig damit anzugeben, übergibt sie ihren Schmuck in den Tresor der Pension, von dem allen Angestellten bekannt ist, dass die Grundeinstellung des Zahlencodes nie geändert wurde, also immer noch „000“ lautet.

Davon hat auch Ahmed Kenntnis – er ist Gärtner, Küchenchef (in Gummistiefeln) und Hausmeister zugleich. Er war als einziger anwesend, als dem angetrunkenen Elektriker und Sicherheitstechniker Harry Nußbaum der Tresor zur Reparatur mitgegeben wird. Die Tür ist nämlich defekt. Als „Kundenservice“ versteht es Nußbaum, den Tresor mit einem baugleichen Model, das er zufälligerweise dabei hat, auszutauschen.

Es dauert nicht lange, da fällt das Fehlen des kostspieligen Schmucks auf. Witwe Neumann ist außer sich. Der besonnene Kommisar Specht (Michael Schlickenrieder) kommt in Begleitung seines jungen, überheblichen Gehilfen Feinbein (Rupert Mayer) an den Tatort. Der soll die Chance bekommen, die Ermittlungen alleine zu führen. Kommissar Specht ist undercover unterwegs. Schon von den Namen und Spitznamen der Gäste und des Personals überfordert, drohen Feinbeins Ermittlungen aus dem Ruder zu laufen.

Die gut 90-minütige Verkettung unglücklicher Umstände wird nochmals am morgigen Freitag um 20 Uhr, am Samstag, 7. April, um 18 Uhr und am Sonntag, 8. April, um 14 Uhr im Trachtenheim in Wasentegernbach aufgeführt.

Fabian Holzner

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