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Bekifft im Dienst: Oberko mmisarin Posch (Bianca Höller, l.) findet Fendt (Lukas Unterreitmeier) und Schneider (Katrin Reiser) in derangiertem Zustand auf der Wache. 

Theater Wimpasing 

Chaos pur auf dem Polizeirevier

Beschränktheit, Faulheit und rücksichtsloses Erfolgsstreben trafen als zündendes Konfliktpotential bei der Premiere der Komödie „Dümmer als die Polizei erlaubt“ im Theater z’Wimpasing aufeinander.

Großwimpasing Im Mittelpunkt des Dreiakters von Wolfgang Markus Scheble und Sebastian Kolb steht die Polizeiwache von Odlbaching mit ihren drei Beamten, die alle auf ihre Weise denkbar ungeeignet für ihren Dienst sind.

Geradezu im Wettstreit um Naivität und Inkompetenz sind Polizeiobermeister Fendt und Polizeimeisterin Schneider. Während Fendts (gespielt von Lukas Unterreitmeier) größte Sorge ein Hühnerauge ist, das regelmäßig in Mitleidenschaft gezogen wird, kommt Schneider (Katrin Reiser) verkatert zum Dienst und hat sich „noch nicht“ übergeben. Die Gefahr eines Burnouts besteht für die Odlbachinger Gesetzeshüter nicht: „Am Vormittag kommt der Postbote, am Nachmittag wird’s ein wenig ruhiger“, erklärt Fendt dem Publikum.

Auch die Dienststellenleiterin, Oberkommissarin Posch (Bianca Höller), wendet sich in ihrer ersten Szene direkt an die Gäste im Wirtshaus Winkler: „Ihr könnts euch gar nicht vorstellen, wie des ist. Jeden Tag derselbe Schmarrn“, beklagt sie sich über ihre Strafversetzung nach Odlbaching. Unter ihrer Unzufriedenheit haben Fendt und Schneider zu leiden. Dominant, schreiend und fauchend interpretierte Höller ihre Rolle herausragend.

Dabei stellen ihre Kollegen die Nerven der Chefin immer wieder auf die Probe. Als Fendt und Schneider eine verdächtige Zigarette auf Marihuana prüfen, fällt ihnen nichts Besseres ein als sie einfach zu rauchen. Mit großem schauspielerischen Talent spielen Unterreitmeier und Reiser den Drogenrausch. Viel Applaus vom Publikum war die logische Folge.

Als sich dann Polizeipräsident Hrdlicska zu einer Inspektion ankündigt, sieht Posch die Chance, durch eine Beförderung aus dem ihr verhassten Nest herauszukommen. Sie heckt einen hinterhältigen Plan aus, bei dem der Schweinezüchter Otto (Martin Rattenberger) als Bauernopfer für ihre Karriere ins Gefängnis wandern soll.

Doch es kommt anders. Polizeipräsident Hrdlicska mischt sich, ohne davon zu wissen, in die Inszenierung ein und wird fälschlicherweise für einen Bankräuber gehalten. Wie die türkische Putzfrau Nilüfer (Elisabeth Kliem) die eskalierende Situation durch eine Heldentat klärt, kann nochmal am Freitag, 6., Samstag, 7., Freitag, 13. und Samstag, 14. April, jeweils um 20 Uhr im Gasthaus Winkler in Großwimpasing, verfolgt werden. Regie für die Theatergruppe der Schützengesellschaft Waldperle Inning führt der freiberufliche Schauspieler Stefan Voglhuber. In den Pausen spielt die Inninger Ziachmusi.

Fabian Holzner

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