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Den Tourismus in Dorfen voranbringen: Das will Bürgermeister Heinz Grundner (stehend). Foto: Weingartner

Tourismus in der Region

 Dorfen will auch ein Stück vom Kuchen

Dorfen - Ihren Anteil am stark boomenden Fremdenverkehr im Raum Erding will auch die Stadt Dorfen. Der Bereich Tourismus Isenstadt und östlicher Landkreis ist ausbaufähig und soll weiter vorangebracht werden.

Die Stadt Dorfen hatte zum zweiten „Runden Tisch Tourismus“ ins Gasthaus Jakobmayer eingeladen. Es gab Ergebnisse aus der Ideensammlung der ersten Runde. Es wurden neue Info-Broschüren und Kartenmaterial der Stadt und des Landkreises sowie Präsentationsmöglichkeiten für Betriebe im Bereich Tourismus, Gaststätten und Hotellerie vorgestellt.

Stadtplanerin Martina Schneider (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) ist überzeugt von „den Stärken Dorfens, auch im Tourismus“, die es gelte, auch nach außen zu zeigen: „Das lohnt sich.“ Der Tourismus in Dorfen sehe natürlich ganz anders aus als in Erding. Im östlichen Landkreis gebe es besonders reizvolle Landschaften, mit der Stadt Dorfen und ihren historischen Sehenswürdigkeiten. Sanfter Tourismus sei das Schlagwort.

Bei den Präsentationen des Landkreises und des Vereins Tourismusverband Erding wurde schnell ein Problem deutlich. Gerne würde man auf den Fremdenverkehrs-Plattformen des Tourismusverbandes und Landkreises auch die touristischen Betriebe, Gastronomie und Möglichkeiten in Dorfen und der Region östlicher Landkreis vorstellen, versicherten Ida-Maria Fetscher (Landratsamt) sowie Margit Aschenbrenner (Tourismusverband). Leider habe man aber nur wenige Infos und Mitglieder aus Dorfen. Da ist Vieles auch den Dorfenern selbst nicht bekannt, wurde aus der Diskussion deutlich. Vor allem fehle die Vernetzung auf den vorhandenen Portalen im Internet.

„Schade“, es seien nur zwei Unterkünfte aus Dorfen gemeldet, sagte Aschenbrenner. Jakobmayer-Wirt Uwe Gugenberger verteidigte seine Kollegen. Die kleinen Gastronomen seien meist selbst „im Betrieb so eingespannt“, dass sie oft keine Zeit und Kraft hätten, sich zu präsentieren. Da wären „fertige Angebote gut“. Aschenbrenner versprach: „Damit kommen wir auf Euch zu.“

Ein Lob gab es vom Förderkreisvorsitzenden Stefan Tremmel angesichts der Tourismusaktivitäten „der Erdinger“ für die Region Dorfen und die Bemühungen der Stadt. „Wichtig ist, Dorfen zeigt was wir haben“, von der Skipiste in Loh, über zwei Brauereien und ein tolles Heimatmuseum, bis hin zum „Bierkrieg“. Und jetzt sollen die Warenmärkte eine Attraktion werden. Tremmel forderte erneut ein professionelles Stadtmarketing.

Zum Schluss stellte Jutta Numberger die neuen Broschüren über Dorfen vor, und auch der geforderte Abreißblock mit Dorfen-Karte ist fertig. Dann gab es noch Statistiken zum Fremdenverkehr 2015 in Dorfen. „Es gibt fünf Übernachtungsbetriebe mit insgesamt 125 Betten“, sagte die Tourismusbeauftragte der Stadt. Im November checkten 606 Gäste in Dorfen ein, davon 87 Gäste (rund 16 Prozent) aus dem Ausland. Die verweilten im Schnitt 1,6 Tage. Überrascht zeigten sich nicht wenige, dass von Januar bis November über 7697 Gäste nach Dorfen kamen, die 1,7 Tage im Schnitt blieben. Und am Ende dann die „gute Nachricht“, dass 2015 insgesamt 25,2 Prozent mehr Gäste als im Jahr davor kamen und es 17 Prozent mehr Übernachtungen gab.

Das sei erfreulich und mache Mut, werteten Grundner und Tremmel. Der Stadtchef sieht recht gute Chancen, hier den Tourismus voranzubringen. Dass erneut Dorfens Wirte der Veranstaltung fast ausnahmslos fernblieben, kritisierte er deutlich. Wenn mehr Referenten als Betroffene da seien, „ist das etwas mager“. Und auch der Förderkreischef hatte sich mehr seiner Vereinsmitglieder erwartet.

Hermann Weingartner

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