Regionalplan München

Trotz Bedenken – Dorfen fordert nichts

Die Fortschreibung des Regionalplans München könnte auch Auswirkungen auf Dorfen haben. So etwa beim Thema Ortsumfahrung oder der Schaffung neuen Wohnraums.

Dorfen – Derzeit läuft das Beteiligungsverfahren für den vom Planungsausschuss des Regionalen Planungsverbands München beschlossenen Entwurf einer Gesamtfortschreibung des Regionalplans München. Konkrete negative Folgen für Dorfen werden aber nicht befürchtet. Daher hat der Stadtrat einstimmig auf eine Stellungnahme verzichtet. „Einiges könnte aber auch Dorfen betreffen“, sagte Bauamtsleiter Franz Wandinger im Stadtrat.

In der Planungshierarchie steht oben der Landesentwicklungsplan (LEP), dann der Regionalplan und auf kommunaler Ebene der Flächennutzungsplan. Der Regionalplan normiert unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips (genau definierte Rangfolge staatlich-gesellschaftlicher Maßnahmen) verbindliche Entwicklungsziele für die überörtliche Entwicklung der Region. Dabei sollen alle Räume der Region München gleichwertig sein und gleichwertige Entwicklungsmöglichkeiten und Einrichtungen der Daseinsvorsorge haben. Gerade bei der Gewerbeentwicklung und der Größe von Verkaufsflächen wird Dorfen allerdings seit Jahren durch den LEP ausgebremst.

Ein anderes Thema ist die Verkehrszunahme. Da könnte die Festsetzung im Regionalplan wichtig werden, da Ortsumfahrungen für die Verbesserung der Erreichbarkeit und der Aufenthaltsqualität in den Ortszentren ein geeignetes Mittel sind. In der Regionalplanung werden die hohen Wohnkosten in der Region München als „zentrales Problem“ gesehen. Preiswerter Wohnraum ist „ein sehr knappes Gut“, heißt es ím Entwurf. Der weitere Einwohnerzuwachs werde auch in Zukunft den Druck auf den regionalen Wohnungsmarkt hoch halten. Wenn sich künftig immer breitere Bevölkerungsgruppen Wohnen in zentralen Quartieren nicht mehr leisten könnten, dann gefährde das die soziale Balance und die bürgergesellschaftliche Solidarität durch einen beschleunigt Verdrängungsprozess. Dem könne nur dann entgegengesteuert werden, wenn es gelinge, ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gewachsene Strukturen zu erhalten und behutsam weiterzuentwickeln.

Gefordert wird unter anderem eine beschleunigte Baurechtsausweisung vor Ort. Da sind bei der Zusammensetzung im Dorfener Stadtrat noch einige kontroverse Diskussionen zu erwarten.

Hermann Weingartner

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