Mittelschule Dorfen

Über das Handwerk zum Lernerfolg

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An der Mittelschule Dorfen soll es ab dem Schuljahr 2019/2020 eine Praxisklasse geben. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates entscheidet darüber heute Abend.

Dorfen – Nicht alle Schüler haben gleiche Begabungen. Die einen haben Stärken in theoretischen Fächern, andere haben in der Praxis und sind handwerklich begabt. Schüler der Mittelschule, bei denen es mit dem Lernen nicht so klappt, können besonders gefördert werden – in so genannten Praxisklassen. Eine solche soll es ab dem Schuljahr 2019/2020 auch an der Mittelschule Dorfen geben.

Über die Errichtung einer Praxisklasse und offenen Ganztagesschule soll der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats in seiner Sitzung heute Abend entscheiden (19 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus). Die Praxisklasse ist für Schüler gedacht, die im achten beziehungsweise neunten Schuljahr sind und „Lern- und Leistungsrückstände“ haben, wie es offiziell heißt.

Anders gesagt: Wegen schlechter Noten oder Lernfrust würden diese Schüler hinten runter fallen. Denn diese Schüler haben meist keine Aussicht, in der Regelklasse den Mittelschulabschluss zu erreichen. Der Besuch einer Praxisklasse soll den Betroffenen eine zweite Chance bieten: Durch viele Praktika soll so der Einstieg in das Berufsleben leichter zu schaffen sein.

Derzeit befindet sich nur an der Mittelschule am Lodererplatz in Erding eine Praxisklasse. Schüler aus Dorfen, die das Angebot nutzen wollen, werden durch das Schulamt Erding zugewiesen. Da die Nachfrage nach Plätzen groß ist, soll für den östlichen Landkreis ein Standort in Dorfen errichtet werden. Die geplante offene Ganztagesklasse stellt laut Verwaltung keine Konkurrenz zum gebundenen Ganztag dar, die Regelklassen sind. Wechseln Schüler in die M-Klasse, hätten sie bisher an der Mittelschule Dorfen kein Angebot der Ganztagesbetreuung. Andere M-Standorte hätten solche Einrichtungen. „Um die M-Klasse erfolgreich zu absolvieren und den Übergang von der Regel- in die M-Klasse zu meistern, ist eine gezielte Betreuung bei den Hausaufgaben und beim Lernen notwendig“, heißt es in der Erläuterung der Beschlussvorlage. Vermehrt hätten Eltern nach einem derartigen Angebot nachgefragt. Diesem Bedarf soll mit der offenen Ganztagsklasse ab dem Schuljahr 2019/20 Rechnung getragen werden. Laut Verwaltung liegen derzeit für das kommende Schuljahr 20 Anmeldungen vor.

Über den Europäischen Sozialfonds würde die Errichtung einer Praxisklasse mit bis zu 31 300 Euro bezuschusst. Wie hoch die tatsächlichen Aufwendungen der Stadt sein werden, ist abhängig von den Personalkosten für die Fachkraft. Denn es ist ist geplant, eine Vollzeitkraft einzustellen. Diese soll durch Teilzeitkräfte vom Kinder- und Jugendhaus unterstützt werden.

Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss vor, der Einrichtung einer Praxisklasse zuzustimmen.

Rubriklistenbild: © Ruder

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