Auf sie wird in Zukunft in der Altenpflege gebaut: (v. l.) Einrichtungsleiterin Marion Prey, Jonas Schwarzenböck, Tanja Folger (Leitung ambulanter Dienst), Gerhard Weidner, Heike Priesett, Praxisanleiterin Sylvia Schmidbauer, Jan Wodtke, Bürgermeister Heinz Grundner und Praxisanleiterin Brigitte Huber. Foto: Hermann Weingartner

Marienstift Dorfen

Über Sozialstunden den Traumberuf gefunden

Dorfen – In der Altenpflege wird überall dringend Fachpersonal gebraucht und gesucht. Kein Problem hat damit das Marienstift in Dorfen.

Im kommunalen Alten- und Pflegeheim der Stadt Dorfen werden seit Jahrzehnten Fachkräfte ausgebildet. Einrichtungsleiterin Marion Prey konnte jetzt drei frisch examinierte Altenpfleger übernehmen. Eine vierte zieht es nach München.

Bei einer kleinen Feier hatte Bürgermeister Heinz Grundner den neuen Mitarbeitern zu ihrem Abschluss gratuliert. „Nachwuchsrekrutierung“ durch Ausbildung in der eigenen Einrichtung sei „heute notwendig“. Dass man drei neue Mitarbeiter nach der Ausbildung habe gewinnen können, „spricht für das Marienstift und die Stadt als guten Arbeitgeber“.

Die Heimatzeitung sprach mit den neuen Altenpflegern über ihre Berufsfindung. Jonas Schwarzenböck sagte, er habe „durch ein Praktikum im Haus“ zu dem Beruf gefunden. Gerhard Weidner sei nach der Schule zunächst „kaufmännisch“ orientiert gewesen. In den Beruf habe er durch Sozialstunden gefunden, die er habe leisten müssen. „Das hat mir dann so gut gefallen“, dass er zunächst als Altenpflegehelfer arbeitete und schließlich dann eine Ausbildung machte. Jan Wodtke habe durch seine Freundin zu dem Beruf gefunden, die ein soziales Studium gemacht habe. Auch ihm hatte „die Arbeit so gut gefallen“, dass er dabei blieb.

Die Arbeit sei „teilweise schon belastend, das wird aber aufgearbeitet”, sagten die Pflegekräfte. Unterstützung gab es immer von Brigitte Huber und Sylvia Schmidbauer, Praxisanleiterinnen im Haus. Ein anderes Problem sei oft der Zeitdruck. Den gebe es im Marienstift nicht, sagte Wodtke und es sei zudem eine „Sache der richtigen Einteilung“.

Für Heike Priesett, eine „Spätberufene“, sei die Altenpflege „ein Traumberuf, den finde ich toll“. Das Marienstift sei „ein super Haus“. Sie arbeitet künftig allerdings in München. Mit 18 Jahren habe sie bereits Erfahrung in der Pflege gesammelt. Nach der Erziehung ihrer beiden Kinder, sei sie fest entschlossen gewesen, die Ausbildung zu Ende zu bringen. „Und dann verdiene ich als Frau mein Geld damit.“

Für alle gleich war, dass ihr Beruf auch Berufung ist. Und es sei jungen Leuten zu empfehlen, durch ein Praktikum in diese Arbeit mal reinzuschnuppern. Wodtke zum Beispiel hätte „nie daran gedacht, Altenpfleger zu werden“. Das Marienstift biete laufend Praktika an, sagte Einrichtungsleiterin Prey. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht.“

Hermann Weingartner

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