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Ulrich Milius ist Chef der Dorfener Polizei.

Polizeistatistik 

Über zwei Drittel aller Straftaten aufgeklärt

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Die Zahl der Straftaten im Schutzbereich der Polizeiinspektion Dorfen ist 2016 um knapp zehn Prozent angestiegen. Insgesamt wurden 1133 Straftaten registriert.

Dorfen – An der Spitze der Orte mit den meisten Straftaten liegen Dorfen (464) und Taufkirchen (389). Die wenigsten Straftaten wurden in Kirchberg (16) und Steinkirchen (15) registriert. In Hohenpolding wurden 28 Straftaten zur Anzeige gebracht, 90 Prozent davon wurden aufgeklärt. Insgesamt liegt die Aufklärungsquote bei der Dorfener Polizei mit knapp 70 Prozent anhaltend hoch, wie der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Ulrich Milius, beim Gespräch mit der Heimatzeitung herausstellte. Damit liege die PI Dorfen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord ganz vorne.

Die schwerste Straftat ereignete sich im Februar in der Asylunterkunft am Bahndamm. In einem Container geriet ein 38-jähriger Somalier mit einem 20-jährigen Senegalesen in Streit. In dessen Verlauf wurde der 20-Jährige erstochen.

Um fast zehn Prozent gestiegen sind die sogenannten Rohheitsdelikte. 224 derartige Fälle wurden bei der PI Dorfen angezeigt. Damit haben diese Delikte fast 20 Prozent Anteil an der Gesamtkriminalität. Davon waren 31 Fälle gefährliche und schwere Körperverletzungen. 229 Straftaten wurden im Bereich Diebstahl angezeigt. Ein Auto, drei Motorräder und 48 Fahrräder wurden als gestohlen gemeldet. 25 Mal wurden Ladendiebstähle zur Anzeige gebracht. Beruhigend für die Bevölkerung: Die Wohnungseinbrüche gingen von sechs auf fünf zurück. Bei Betrugsdelikten wurden 180 Fälle registriert. Zu bearbeiten hatte die PI Dorfen auch 83 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Der Anteil von Ausländern an Straftaten lag 2016 bei 29,4 Prozent. Von 634 Tatverdächtigen waren 199 Nicht-Deutsche und 81 Flüchtlinge. Damit liegt der Anteil von Asylbewerbern an den Straftaten bei 12,78 Prozent. Damit würden, im Vergleich zu anderen Dienststellen, in Dorfen mit Abstand die wenigsten Asylbewerber straffällig. Allerdings ist vor allem bei Körperverletzungen die Beteiligung von Asylbewerbern um 50 Prozent stark angestiegen.

Bei der Bewertung der Beteiligung von Asylbewerben an Straftaten dürfe man aber nicht nur auf die Rolle dieser als Täter schauen, sondern auch als Opfer, mahnt Milius. Denn bei Körperverletzungen seien etwa 40 Prozent der Opfer Asylbewerber gewesen.

Für Milius zeigt die Statistik der Dorfener Polizei insgesamt, dass die Bürger hier „schon recht sicher leben“.

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