Eines der herausragenden Projekte der Agenda 21-Gruppe, ist das Dorfener Repair Café.

Agenda 21-Gruppe Dorfen

Umweltschutz: Kleinvieh macht auch Mist

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Die Dorfener Agenda 21-Gruppe Dorfen wird 20 Jahre alt. Zum Jubiläumsjahr wird eine neue Sprecherin gesucht.

Dorfen – 1992 fand in Rio de Janeiro die UN-Konferenz „Umwelt und Entwicklung“ statt. 179 Teilnehmerstaaten verabschiedeten dort die „Agenda 21“ als umwelt- und entwicklungspolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Grundlegende Erkenntnis daraus: Die unveränderte Fortführung der westlichen Lebens- und Wirtschaftsweise würde die ökologische Belastbarkeit der Erde sprengen. In der Folge bildeten sich viele lokale Agenda 21-Gruppen – 1997 durch Beschluss des Stadtrates auch eine in Dorfen. In den 20 Jahren ihres Bestehens hat die Gruppe mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen dazu beigetragen, das Leben in Dorfen ein Stück nachhaltiger zu machen. Das Motto dabei: Leben – mit Blick auf die anderen. Herausragende Projekte sind etwa die Kleidertauschparty, bei der gut erhaltene Kleidung getauscht werden kann. Beim Repair-Café werden defekte Gegenstände gemeinsam mit Hilfe von ehrenamtlichen Fachleuten repariert. Beide Aktionen sind ganz im Sinne nachhaltigen Konsums. Bei der Energiewende hat die Agenda 21-Gruppe gar Pionierarbeit geleistet und in Dorfen die ersten Bürgersolarkraftwerke realisiert. Auch das Care Sharing Dorfener „Statt-Auto“ geht auf die Initiative der Agenda-Gruppe zurück.

Am morgigen Dienstagabend geht nun bei einem Treffen in der Taverna Sirtaki (Beginn 20 Uhr) eine Ära zu Ende. Ruth Kramler hört als Sprecherin der Gruppe auf. Sie war vom ersten Tag an in der Gruppe engagiert. Wer Nachfolger wird, ist noch ungewiss. Als aussichtsreiche Kandidatin wird Hanna Ermann gehandelt, die derzeit stellvertretende Agenda-Sprecherin ist. Bei dem Treffen sollen auch Planungen für das laufende Jahr erstellt werden, insbesondere zum 20-jährigen Bestehen der Agenda 21-Gruppe im Herbst.

Eines steht jetzt schon fest, wie es in der Einladung zu dem Treffen heißt: „Die Idee der Agenda21  ist aktuell wie eh und je. Die ressourcenfressende und klimazerstörende Lebens- und Wirtschaftsweise der Industrieländer soll so umgestalltet werden, dass die Bewohner des globalen Südens nicht benachteiligt werden und dass die nachfolgenden Generationen keine schlechteren Lebensbedingungen vorfinden als wir heute.“ Dazu seien eben auf lokaler Ebene gemäß dem Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“ auch kleine Schritte hilfreich.

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