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Umweltschutz vor der eigenen Haustür

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Stolz auf den Bundesumweltpreis: Schulleiter Markus Höß, die Preisträger Markus Zirnbauer, Tim Behrend und Lehrerin Michaela Haslberger (v.l.).
Stolz auf den Bundesumweltpreis: Schulleiter Markus Höß, die Preisträger Markus Zirnbauer, Tim Behrend und Lehrerin Michaela Haslberger (v.l.). © Michaele Heske

Tim Behrend und Markus Zirnbauer sind zwei junge Burschen mit vielen Ideen und einem Bewusstsein für die Natur. Die beiden Schüler am Dorfener Gymnasium haben nun einen Förderpreis beim Bundesumweltwettbewerb erhalten.

Dorfen - Beschäftigt hatten sie sich mit dem Thema umweltfreundliche Gestaltung des eigenen Gartens. Die beiden Jugendlichen kennen sich schon viele Jahre, sind zusammen in einen Kindergarten gegangen. Jetzt haben sie zum ersten Mal gemeinsam an einem Wettbewerb teilgenommen – und prompt einen Preis abgeräumt. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Tim Behrend begeistert.

Ihre Lehrerin Michaela Haslberger hat die beiden Jungs animiert, sich mit der Thematik zu beschäftigen und betreute zudem die Projektarbeit, erzählen die Gymnasiasten. Die Natur direkt vor der eigenen Haustür: „Das ist ein wichtiger Aspekt beim Thema Klimaschutz“, lobt Markus Höß, Schulleiter des Dorfener Gymnasiums, das Engagement der beiden Elftklässler.

„Viele Menschen haben einen Garten“, erklärt Tim Behrend sein Engagement. Und genau hier könne man auch viel für die Umwelt tun. „Das Artensterben ist groß, wir haben einen rapiden Insektenschwund“, erklärt Markus Zirnbauer die Beweggründe der beiden für ihr Projekt. Und Behrend ergänzt: „Wird Gemüse und Obst nicht mehr bestäubt, gibt es Ernteausfälle. Die Natur kommt aus dem Takt.“

Statt eines normalen Rasens könne man beispielsweise im Garten eine Wildblumenwiese als Nahrungsquelle für Insekten und Bienen anlegen, rät Behrend. Und auch im Totholz fänden Insekten und Vögel Nahrung. Das sind nur einige der Ergebnisse ihrer Forschung, in die sie über mehrere Wochen täglich mehr als zwei Stunden investierten.

Die Thematik hat die beiden Gymnasiasten jedenfalls dermaßen fasziniert, dass sie über den gesamten Sommer hinweg die Gärten ihrer beiden Familien beobachtet und Fotos von Fauna und Flora gemacht haben. „Wir haben die Entwicklung genau dokumentiert“, sagen sie. Denn jetzt, nach Erhalt des Preises, wollen Behrend und Zirnbauer natürlich mit ihrer Forschung weitermachen. „Umweltschutz ist ein wichtiger Beitrag für unsere Zukunft“, sagen die beiden engagierten Schüler.

VON MICHAELE HESKE

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