Eltern in Sorge

Unbekannter winkt Kind aus Auto zu

Dorfen – Im sozialen Netzwerk Facebook wird in der „Dorfen“-Gruppe von einem möglichen Sexualstraftäter gewarnt. Am Dorfener Schulzentrum soll ein Autofahrer ein Schulkind angesprochen haben. Auch Lehrer anderer Schulen hätten daraufhin ihre Schüler vor dem Mann gewarnt. Die Einträge auf Facebook entpuppten sich jedoch als haltlos.

Von dem „Vorfall“ im Bereich der Grundschule Dorfen Nord „habe ich gehört“, sagte Rektor Gerhard Maintok auf Nachfrage der Heimatzeitung. Es wurde wohl auch Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Schulleiter warnt aber vor Panikmache, ohne die Sache verharmlosen zu wollen. Er habe die „anderen Schulen“ informiert, und an der eigenen Schule seien die Kinder „ganz allgemein belehrt“ worden, wie man sich auf dem Schulweg gegenüber Fremden richtig verhält. Das mache man immer wieder mal an der Schule. Maintok rät auch den Eltern, mit ihren Kinder über das richtige Verhalten auf dem Schulweg zu sprechen, ohne den Kinder aber Angst zu machen.

Den „Vorfall“ bestätigte auch Dorfens Polizeidienstellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Ulrich Milius. Dass ein Schulkind von einem Mann aus einem Auto heraus konkret angesprochen worden sei, könne er aber „nicht bestätigen“. Ein Kind habe nach der Schule zuhause der Mama erzählt, ein Autofahrer habe ihm aus dem Fahrzeug heraus „gewunken“. Genaueres wisse man nicht. Milius will den Vorfall nicht verharmlosen, aber auch nicht überbewerten. Er rät zu den üblichen, bekannten Verhaltensweisen, etwa dass Kinder, wenn sie von von Unbekannten angesprochen werden, Abstand halten sollen und natürlich auf gar keinen Fall mitgehen dürfen. Eltern sollten mit ihren Kindern reden und sie für solche Situationen „sensibilisieren“.

Während die Kinder morgens meistens geschossen in Gruppen zur Schule gehen, ist das auf dem Heimweg oft ganz anders. Da bleiben einige zurück oder trödeln und sind dann plötzlich alleine. Es könne für Eltern sinnvoll sein, das Verhalten ihrer Sprösslinge auf dem Schulweg einmal zu beobachten, rät Milius.  prä

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