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Auf abschüssiger Strecke war am 25. Juni ein 68-Jähriger aus Isen mit seinem Quad auf dem Heimweg verunglückt. Er stürzte und zog sich schwerste Verletzungen zu. Drei Wochen später starb er daran in einer Münchner Klinik.

Unfallstatistik 2017

Zahl der Verkehrstoten sinkt um zwei Drittel

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So schrecklich jeder Einzelfall ist, was die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis betrifft, war 2017 ein erfreuliches Jahr: Denn die Summe der bei Unfällen getöteten Menschen ist voriges Jahr um zwei Drittel geschrumpft – von 14 im Jahr 2016 auf fünf.

Landkreis - Die Tendenz der stark gesunkenen Zahl an Verkehrstoten im Erdinger Land ergibt eine von unserer Zeitung geführte Statistik, die vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord in Ingolstadt bestätigt wurde. Die Polizei wird die endgültige Unfallstatistik im Frühjahr veröffentlichen.

Hier ein Rückblick auf die schlimmsten Kollisionen: Am 13. Januar verunglückte eine 18-Jährige aus dem Gemeindebereich Wörth nahe des Flughafens. Sie war auf der Erdinger Allee unterwegs, als sie plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit einem Bus kollidierte. Die junge Frau erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Der zweite tödliche Unfall ereignete sich am 18. Juni auf der Staatsstraße 2084 Erding-Dorfen. Eine Autofahrerin hatte beim Abbiegen das Motorrad eines Ehepaars aus München übersehen. Der Fahrer (51) wurde so schwer verletzt, dass er tags drauf in einer Münchner Klinik verstarb.

Am 25. Juni verunglückte nahe Isen ein Quadfahrer auf abschüssiger Strecke. Sein Gefährt überschlug sich. Der 68-Jährige erlag am 13. Juli seinen schweren Verletzungen.

Bei Watzling wurde am 31. Juli wurde eine Kutscherin von einem Pferd mitgeschleift und tödlich verletzt, nachdem ihr Gefährt unkontrolliert in eine Ackerfurche geraten war. Auch sie war anfangs mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Aufsehen erregendste Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich am 5. Dezember: Vor dem Rewe-Markt an der Freisinger Straße in Erding überrollte ein Müllfahrzeug eine 18 Jahre alte Kindergartenpraktikantin. Die junge Frau war auf der Stelle tot. Wie sie überhaupt unter das tonnenschwere Fahrzeug geraten konnte, darüber rätselt die Polizei bis heute.

Im Jahr davor verzeichnete die Polizei 14 tödliche Unfälle – ein neuer Spitzenwert in der Zehn-Jahres-Statistik. Allein im Frühjahr 2016 waren bei einer Unfallserie binnen weniger Wochen vier Menschen gestorben.

2017 ist die Unfallzahl laut Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt insgesamt leicht zurückgegangen. Bundesweit haben im zu Ende gegangenen Jahr knapp 3200 Menschen ihr Leben auf der Straße gelassen. Laut Experten ist das der niedrigste Wert seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.

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