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Direkt an der A 94 entsteht der Gewerbepark Dorfen-Südwest mit dem Baumarkt.

Scharl investiert im Landkreis

150 Millionen Euro in drei Jahren

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Sie sind im Landkreis Erding seit Jahren mit die aktivsten Bauträger. Georg Scharl und Karin Wilhelm-Scharl wollen mit ihrer breit gefächerten, in Dorfen und Erding ansässigen Unternehmensgruppe auch in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte stemmen beziehungsweise zu Ende bringen. Georg Scharl spricht von Investitionen von rund 150 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren.

Dorfen – Sie sind im Landkreis Erding seit Jahren mit die aktivsten Bauträger. Georg Scharl und Karin Wilhelm-Scharl wollen mit ihrer breit gefächerten, in Dorfen und Erding ansässigen Unternehmensgruppe auch in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte stemmen beziehungsweise zu Ende bringen. Georg Scharl spricht von Investitionen von rund 150 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren. Etwa 1000 Menschen will die Gruppe eine neue Heimat ermöglichen – und das in sehr unterschiedlichen Preislagen.

„Die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten im Landkreis Erding sind optimal. Seit Jahren ist auf politisch stabile Verhältnisse sowie auf eine funktionierende Wirtschaft und Einkommensstruktur Verlass“, lobt Scharl den Wirtschaftsstandort Landkreis Erding. Das liegt nach seiner Meinung auch an der Politik. „Landrat und Bürgermeister sowie die Stadt- und Gemeinderäte arbeiten konstruktiv und partnerschaftlich mit uns Unternehmern zusammen und gestalten so zukunftsorientiert, aber auch kritisch, gemeinsam mit der Wirtschaft die weitere positive Entwicklung der Heimat.“

Das derzeit größte Projekt der Scharls ist der Gewerbepark Dorfen-Südwest, der direkt an der A 94 liegt, die im Herbst für den Verkehr freigegeben werden wird. Die Brutto-Fläche umfasst laut Scharl 51 000 Quadratmeter, netto sind es 36 000. Allein der im Dezember eröffnete Hagebaumarkt beansprucht 21 000 Quadratmeter. Auf das Grundstück für die Boardinghäuser entfallen 7900 Quadratmeter; auf das anliegende Areal, auf dem unter anderem ein Hotel vorgesehen ist, 6800 Quadratmeter.

Scharl berichtet, dass der Baumarkt „sensationell angenommen wird“. Der Einzugsbereich reiche bis weit in den Landkreis Mühldorf. Die Erschließung durch die Moosener Firma Willi Ostermaier, die Stadtwerke Dorfen und den Erdinger Ingenieur Peter Helmprecht sei „erstklassig“ erstellt worden. Für die Boardinghäuser mit 250 Einheiten für bis zu 500 Bewohner zeichne das Erdinger Büro ABB verantwortlich.

Allein in den Dorfener Gewerbepark wurden laut Scharl rund 72 Millionen Euro investiert. 52 Millionen Euro entfallen auf Boardinghäuser, Büros und Gewerbe sowie 16 Millionen Euro auf den Baumarkt. Erschließung und Nebenkosten summieren sich auf etwa vier Millionen Euro.

Mitten in der Dorfener Altstadt geht Scharl das Projekt Schmederer-Haus an. Der Münchner Architektur-Professor Michael Gaenßler plant hier einen Abbruch des Bestands sowie einen wieder viergeschossigen Neubau mit Tiefgarage. Das Grundstück ist nach Scharls Angaben 830 Quadratmeter groß, die vermietbare Fläche werde 2800 Quadratmeter umfassen. Die Investitionskosten beziffert der Bauunternehmer mit rund 14 Millionen Euro.

„Gemeinsam mit der Stadt wollen wir hier einen erheblichen Mehrwert für die Dorfener Innenstadt generieren“, sagt Scharl. Als ersten Schritt hat er zugesagt, auf dem eigenen Grundstück einen gesonderten Fußgängerdurchgang neben dem engen Wesner Tor zu schaffen.

Für das Geschäftshaus gebe es bereits hoch interessierte Bewerber, von denen eine Vormerkung vorliege, berichtet Scharl. Das neue Schmederer-Haus werde von der Unternehmensgruppe vermietet und verwaltet.

Die hat noch weitere Eisen im Feuer. Im Sondergebiet Bundes- und Landesbehörden an der Anton-Bruckner-Straße in Erding plant Scharl 200 Wohnungen für 400 Personen. Das Angebot richtet sich an Behördenmitarbeiter.

In der Gemeinschaftsunterkunft in Dorfen-Lindum leben rund 100 Flüchtlinge, in der an der Flughafentangente bei Oberding noch einmal 100 in vier zweigeschossigen Modulen. Weitere Bestandsimmobilien sind an 50 Personen vermietet.

Scharl kündigt an, „weiter intensiv in den Landkreis Erding zu investieren“. Aktuelle Objekte und Projektentwicklungen umfassen unter anderem: 1A-Innenstadtlagen in Erding (Lange Zeile/Roßmayrgasse) und Dorfen sowie Baugebiete unter anderem in Unterhausmehring, Inning, Taufkirchen und Berglern. In der Regel baut die Unternehmensgruppe, um die Objekte zu vermieten.

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