Große Videokonferenz: Elternbeiratsvorsitzender Werner Schüler beim digitalen Treffen von 47 Klassenelternsprechern und Direktor Markus Höß. Foto: schule
+
Große Videokonferenz: Elternbeiratsvorsitzender Werner Schüler beim digitalen Treffen von 47 Klassenelternsprechern und Direktor Markus Höß.

Gymnasium Dorfen

Unterricht mit Tablets und CO2-Ampeln

  • vonTimo Aichele
    schließen

Wenn es zum Wechselunterricht kommen sollte, sieht sich das Gymnasium Dorfen dafür gut gerüstet.

Dorfen – Distanz und digitale Technologie – in Corona-Zeiten gehört das zusammen. Am Gymnasium Dorfen werden die entsprechenden Vorkehrungen getroffen. Das wurde am Montag in einer Videokonferenz deutlich. Auf Einladung des Elternbeirats nahmen daran 47 Klassenelternsprecher, Schulleiter Markus Höß und die Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern, Susanne Arndt, teil.

„Wir sehen uns für den potenziellen Wechselunterricht gut gerüstet, auch wenn wir uns vom Kultusministerium die Informationen etwas früher gewünscht hätten“, erklärte Direktor Höß laut einer Pressemitteilung der Schule in der Konferenz. Die Schule versuche, auch in schwierigen Zeiten intensiv in Kontakt mit den Eltern zu bleiben. Die technischen Voraussetzungen am Gymnasium Dorfen seien dafür massiv verbessert worden: Es stehen vier iPad-Koffer mit je 20 Geräten zur Verfügung, und seit dem 1. Dezember ist die Schule an das Glasfasernetz angeschlossen.

Kinder, die zu Hause keinen Zugang zu Technologie haben, werden durch die Ausleihmöglichkeit von digitalen Endgeräten unterstützt. Es wurden auch Regelungen für Schüler getroffen, die sich in Quarantäne begeben müssen: Die Lehrkräfte versorgen die betroffenen Schüler in diesem Fall über die Software MS-Teams mit Informationen, Hausaufgaben, Tafelbildern und mehr. Außerdem erhalten alle Räume des Gymnasiums Dorfen noch im Dezember CO2-Ampeln.

Der Elternbeirat unterstützt das Gymnasium bei diesen Prozessen beratend. „Diese gewinnbringende Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist von großem Vorteil für alle Beteiligten, da das Wohl der Kinder stets im Blick behalten wird“, ergänzt Elternbeiratsvorsitzender Werner Schüler. Die Informationen würden sich derzeit überschlagen, erklärte Susanne Arndt, Vorsitzende der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern. Ziel sei immer, das Beste für die Schüler herauszuholen. „Dabei ist es eine Hauptforderung der LEV, dass die Koordination der Pandemie zukünftig geordneter ablaufen soll. Nicht jede einzelne Schule muss das Rad neu erfinden“, sagte Arndt.

Ein Beispiel hierfür ist MS Teams, eine Plattform, die Chat, Besprechungen, Notizen und Anhänge kombiniert. Deren kostenlose Lizenz für die Schulen läuft zum Jahreswechsel aus, nicht jeder Sachaufwandsträger bezahlt die Software weiter. „Am Gymnasium Dorfen ist dies aber glücklicherweise der Fall“, erklärte Höß. Der Landkreis Erding habe eine MS Teams-Lizenz für alle drei Gymnasien erworben.

Werner Schüler fragte noch, ob es das Ziel sein könnte, dass jeder Schüler einen Laptop gestellt bekäme. Arndt sieht dies als mögliche Forderung in der Zukunft, die allerdings durch die Landeselternvereinigung erst beschlossen werden müsste.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare