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Bruderschaftstreffen der Nikolaistiftung: (vorne, v. l.) Karl Haberland, Stiftungssekretär Johann Selmair, Stiftungsvorsitzender Bürgermeister Heinz Grundner, Stiftungssekretärin Theresa Petrik, Stiftungskaplan Pfarrer Janusz Gadek, Rudolf Thalmeier; (hinten, v. l.): Thomas Thalmeier, Bruderschaftssprecher Georg Brennauer, Robert Gerbl, stellvertretender Bruderschaftssprecher Karl Hollweck (neu), Martin Eiglsperger, Konrad Obermeier, Wilhelm Mayer, Max Schmid, Alfons Obermaier, Walter Zwirglmaier, Stadtwerke-Geschäftsführer Klaus Steiner, Revierjäger Martin Heigl und Andreas Mangstl.

nikolaistiftung

Unterstützung für Bedürftige stark gekürzt

Im sozialen Netzwerk Dorfens ist die städtische Nikolaistiftung ein wichtiger Bestandteil. Das Vermögen ist stabil und der Auftrag, sich mildtätig für unverschuldet in Not geratene Dorfener einzusetzen, konnte erfüllt werden. Trotzdem musste die Weihnachtsbeihilfe stark gekürzt werden.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Traditionell trifft sich alljährlich die zwölfköpfige Bruderschaft mit dem Stiftungsvorstand am Nikolaustag nach einer Messe zur Bruderschaftsversammlung. Die dient vor allem der Information der Niklbrüder über den Zustand und Entwicklung der über 600 Jahre alten Sozialstiftung. Diese gewährt jedes Jahr eine Weihnachtsbeihilfe zugunsten bedürftiger Dorfener, die heuer auf 60 Euro (2016: 150 Euro) gekürzt wurde. Berechtigt sind Kinder aus Haushalten mit geringem Einkommen und Grundsicherungsempfänger (Rentner). Die Höhe empfiehlt der Stiftungsbeirat aufgrund der Ertragslage, die Bruderschaft muss zustimmen.

Stiftungsvorstand Bürgermeister Heinz Grundner erklärte die Absenkung der Beihilfe mit der deutlich geringeren Ertragslage. Die Stiftungssatzung lasse keinen Spielraum die Beihilfe aufzustocken. Nur knapp 9000 Euro standen für die Weihnachtsbeihilfe für insgesamt 138 Bezieher, darunter 84 Kinder, zur Verfügung. Die letzten Jahre waren die Erträge höher und es mussten sogenannte Verwendungsrückstände abgebaut werden.

Abgelehnt wurde die Möglichkeit, den Berechtigtenkreis zu reduzieren und so für weniger Leute eine höhere Beihilfe zu erreichen. „Lieber weniger Geld, dafür mehr Leute“, meinte Grundner. Dem stimmte die Bruderschaft zu. Zur Stiftung sagte Grundner, man habe den Stiftungsauftrag, mildtätig zu wirken, entsprechend der zur Verfügung stehenden Mittel erfüllt und „kann ihn auch künftig erfüllen“. Die Erträge müssten aber auch zum Erhalt des Grundstockvermögens eingesetzt werden. Der Nikolai-Stiftungswald sei „eine große Stütze“ der zusammen mit den Mieterlösen aus Erbbaurechten „ein gutes, stabiles und solides Fundament sind“.

Die Nachfolge der 2016 verstorbenen Nikolai-Stiftungssekretärin Irmgard Beyer hat inzwischen Theresa Petrik aus der städtischen Finanzverwaltung übernommen. Sie nannte die wichtigsten Finanzdaten. Nahezu unverändert betrug das Bilanzvermögen der Stiftung 4,7 Millionen Euro und das Eigenkapital 4,6 Millionen Euro bei liquiden Mitteln von rund 543 000 Euro. Das Vermögen basiert auf Wald- und Grundbesitz sowie Immobilien. Die Erträge aus der Waldwirtschaft waren wegen Sturmschäden und Borkenkäferbefall heuer nicht so gut. Aus der Waldwirtschaft wurden rund 9200 Euro erlöst. Das Nikl-Holz haben die Stadtwerke Dorfen gepachtet. Aus den Immobilien-Mieten kamen knapp 34 000 Euro.

In die Liste der Bruderschaftsanwärter wurde Andreas Mangstl aus Oberseebach und Revierförster Walter Zwirglmaier aufgenommen.

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