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Vom 23. bis 26 Mai findet die Europawahl statt.

Veranstaltung des Aktionsbündnisses „Dorfen ist bunt“

Europa: Ein Friedensprojekt, das Kompromisse erfordert

Dass Europa uns alle angeht, uns überall betrifft und für unsere Zukunft enorm wichtig ist, das wollte das Aktionsbündnis „Dorfen ist bunt“ bei seiner Veranstaltung „Europa – die bessere Wahl!“ aufzeigen. Es warb für ein konstruktives und zukunftssicherndes neues EUParlament.

Dorfen – Als Hauptredner war Ralf Knobloch, politischer Referent der Europäischen Akademie Bayern, eingeladen. Er führte auf sehr lebendige Weise in die EU-Geschichte und die strukturelle Ausgestaltung mit den europäischen Institutionen ein. „Für viele gab es dabei neue Erkenntnisse, wie und warum manche Prozesse innerhalb der EU so und nicht anders ablaufen“, schreibt Michaela Meister, Sprecherin des Aktionsbündnisses, in einer Presseerklärung.

Die EU, ursprünglich als Wirtschaftsgemeinschaft entstanden, sei mittlerweile ein Friedensprojekt und arbeite an gemeinsamen sozialen Standards innerhalb der Mitgliedsstaaten auf Basis gemeinsamer Werte. Die wirtschaftlichen, regionalen, sozialen und kulturellen Unterschiede unter einen Hut zu bringen, erfordere von allen Mitgliedsstaaten oft große Kompromissbereitschaft, so Knobloch. Aber insgesamt profitierten alle von der EU, auch wenn es noch einiges zu verbessern und zu korrigieren gebe.

Neben dem Referenten beteiligten sich einige der Gäste an der Diskussion. So zeigte ein beim DZIF deutsch lernender Kroate auf, wie wichtig es ihm sei, in einem Europa ohne Grenzen Arbeit zu finden. Um sich in Deutschland zu integrieren, nehme er es auf sich, nach einem Arbeitstag am Bau noch mehrere Stunden Deutsch zu lernen, so Meister.

Tobias Kurzmeier warb für ein stabiles Europa und stellte die Bedeutung des EU-Parlaments heraus. Er war jedoch nicht konform mit Knobloch, wie man mit extrem rechten Parteien umgehen solle. Er wollte mit ihnen liberalerverfahren als Knobloch, der Parteien wie Fidesz in Ungarn nicht im demokratischen Spektrum ansiedelte.

Wenig Zustimmung fand der Austritt Großbritanniens aus der EU. Man sah durch den Brexit die Gefahr, dass sich weitere Länder eine Sonderrolle innerhalb der EU zubilligen wollten und die Einheit weiter gefährdeten.

Den Austausch junger Menschen innerhalb der EU beschrieb David Wolfertstetter, der während seines Studiums ein Semester in Brüssel verbracht hatte. Wie verbindend ein kultureller Austausch sein kann, zeigte Marjorie Danzer auf, die über die Orchester-Akademie Dorfen regelmäßig mehrtägige Besuche in Portugal organisiert. In diesem Sommer werden junge Portugiesen nach Dorfen kommen, es gibt ein gemeinsames Schlusskonzert.  red

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