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Schweres Rettungsgerät kam bei dem Unfall am Mittwochvormittag auf der Flughafentangente Ost bei Altenerding zum Einsatz. Die Feuerwehren musste eine Schwerverletzte aus ihrem Fahrzeug befreien. Der Fahrerin war eine Schneewehe zum Verhängnis geworden. Der Kleinwagen kollidierte mit einem Lastwagen.

Glätte auf den Straßen nach Wintereinbruch

Verhängnisvolle Schneewehen: Unfallserie im Landkreis Erding

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Landkreis - Schnee und Glätte haben am Mittwoch im gesamten Landkreis zu zahlreichen Unfällen geführt. Besonders die Schneewehen erwiesen sich als tückisch. Ein Unfall verlief dramatisch.

Es war gegen 11.35 Uhr, als die mit Schnee zugewehte Flughafentangente Ost zwischen den Anschlussstellen Erding-Süd und Erding-Mitte der Mitarbeiterin eines Pflegedienstes zum Verhängnis wurde. Nach Angaben von Erdings Polizeichef Anton Altmann war die Frau mit einem VW Up in Richtung Flughafen unterwegs. Plötzlich verschwand die Fahrbahn unter einer Schneewehe. Die Fahrerin verlor die Kontrolle über den Kleinwagen. Dieser streifte zunächst ein entgegenkommendes Auto und prallte dann gegen einen Lastwagen. Die Fahrerin erlitt so schwere Verletzungen, dass sie von einem ADAC-Rettungshubschrauber ins Klinikum München-Harlaching geflogen wurde. Im Einsatz waren der Malteser-Hilfsdienst, ein Notarzt sowie die Feuerwehren Altenerding und Moosinning. Die Einsatzkräfte mussten den VW aufschneiden, um das Opfer befreien zu können. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 20.000 Euro. Die FTO war zeitweise komplett gesperrt.

Unfallserie begann im östlichen Landkreis

Begonnen hatte die Unfallserie am frühen Morgen im östlichen Landkreis. Hier endeten die Rutschpartien glimpflich, es blieb bei Sachschäden. Eine Dorfenerin (47) war zwischen Taufkirchen und Kleinstockach unterwegs. Ihr Fiat geriet ins Schleudern und kollidierte auf der Gegenfahrbahn mit dem Audi einer 33-Jährigen aus dem Kreis Landshut. Der Fiat landete im Graben und musste abgeschleppt werden. Der Schaden beträgt rund 1200 Euro. Wenig später verlor der Fahrer eines Mercedes Sprinter bei Loiting (Hohenpolding) die Kontrolle über sein Fahrzeug, das ebenfalls im Graben landete. Der 24-Jährige konnte sich unverletzt befreien. Noch mehr Glück hatte eine Taufkirchenerin, die bei Jaibing (Dorfen) von der Fahrbahn rutschte. Auto und Fahrerin kamen unbeschadet davon.

Unfälle in Serie gab es auch in den anderen Teilen des Landkreises. Kurz nach dem schweren Unfall auf der FTO alarmierte die Integrierte Leitstelle Erding den Rettungsdienst sowie die Feuerwehren Reithofen-Harthofen, Pastetten und Markt Schwaben auf die Staatsstraße 2332. Zwischen Harthofen und Buch am Buchrain war ein Renault von der Fahrbahn abgekommen. Von Eingeklemmten war die Rede. Beim Eintreffen der Retter stellte sich heraus, dass die Beifahrerin nur leichte Nackenverletzungen erlitten hatte. Sie kam ins Klinikum Erding.

In der Nähe dieser Unfallstelle war es zuvor zu einem weiteren Winterunfall gekommen – auf der Staatsstraße 2331 Erding–Forstern kurz vor Reithofen. Der Fahrer eines Mercedes C 180 hatte in Fahrtrichtung Erding ebenfalls wegen Schneewehen die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Dieser rutschte nach links in den Graben. Der Fahrer blieb unverletzt, der Schaden beträgt rund 5000 Euro.

Starker Wind wird Anhängergespann zum Verhängnis

Auch im nördlichen Landkreis hatten Schnee und Wind den Straßenverkehr fest im Griff. Auf der B 388 Erding–Taufkirchen bremste bei Emling (Bockhorn) gegen 9 Uhr die Fahrerin eines Audi abrupt ab, um nicht in eine Schneewehe zu geraten. Der Wagen brach aus und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug, ehe er noch die Leitplanke touchierte. 5000 Euro beträgt auch hier der Schaden.

Zur gleichen Zeit krachte es auch auf der FTO, diesmal bei Niederding. Der Fahrer eines 1er BMW war laut Polizei trotz widriger Witterung zu schnell dran. Auf Höhe des Isarkanals verlor er in Fahrtrichtung Süden die Herrschaft über seinen Pkw. Der driftete nach rechts von der Fahrbahn.

Der starke Wind wurde gegen 12 Uhr einem Anhängergespann bei Eitting zum Verhängnis. Der Hänger, der an einen Volvo XC 90 gekoppelt war, wurde auf der Kreisstraße ED 19 Erding–Eitting in den Gegenverkehr gedrückt. Der Fahrer eines Ford Focus konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

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