Tragisch: Bei dem Unfall zwischen Dorfen und Grüntegernbach wurde ein Mensch getötet.

Verkehrsstatistik

Vier Tote und 177 Verletzte

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Mehr Verkehrsunfälle, weniger Verletzte – aber vier Tote. Das ist die Verkehrsbilanz der Dorfener Polizei für das Jahr 2016.

Dorfen – Mit insgesamt 1219 Verkehrsunfällen hat die Polizeiinspektion Dorfen in ihrem Zuständigkeitsbereich 2016 eine Steigerung um fünf Prozent verzeichnet. Erfreulicherweise ging die Zahl der Verletzten zwar um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 177 zurück. Doch vier Todesopfer bei den Unfällen lassen den positiven Trend in den Hintergrund treten. Das blutigste Wochenende vergangenes Jahr war Ende April: Bei vier Verkehrsunfällen wurde im östlichen Landkreis zwei junge Männer getötet, sechs Verkehrsteilnehmer erlitten teils schwere Verletztungen.

Bei insgesamt 13 Verkehrsunfällen war Alkohol als Unfallursache im Spiel. Damit sind alkoholbedingte Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurückgegangen. Vermutlich auch eine Folge der regelmäßigen Verkehrs- und Alkoholkontrollen, die von der PI Dorfen durchgeführt werden. Bei einem Unfall stand der Verursacher unter Drogeneinfluss.

Positiv wirkt sich nach Angaben von Dorfens Polizeichef Ulrich Milius das begleitende Fahren auf die Unfallhäufigkeit aus. Die Zahl der Unfälle, an denen junge Erwachsene als Fahrer im Alter bis zu 24 Jahre beteiligt waren, ist von 112 (2015) auf 93 zurückgegangen.

Die unfallträchtigste Straße im Zuständigkeitsbereich der Dorfener Polizei war erneut die Staatsstraße zwischen Dorfen und Schwindkirchen. Vor allem überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache für die Unfälle auf dieser Strecke, so Milius. Das erkläre auch, warum dort so oft Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern, so der Dorfener Polizeichef.

Einen neuen Schwerpunkt hat die Dorfener Polizei in die Kontrolle von Schwerlastfahrzeugen gelegt. Mehrere Beamte der PI Dorfen haben dazu eine spezielle Ausbildung absolviert. Erschreckend: Viele der kontrollierten Lastwägen sind technisch in einem teilweise schlechten Zustand. Hinzu kommt, dass viele Fahrer es mit den Ruhezeiten überhaupt nicht genau nähmen. „In diesem Bereich liegt viel im Argen“, konstatiert Milius.

Die verstärkten Lkw-Kontrollen, bei denen es bei Verstößen sehr hohe Bußgelder gibt, dienen vor allem einem Ziel: Der Vermeidung schwerer Verkehrsunfälle.

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