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2,2 Kilometer Stoff für den Bayernhimmel

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Von: Birgit Lang

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Die drei neuen Festwirte Ernst Hennel, Franz Egerndorfer und Tobi Maier (v. l.) packen voller Tatkraft mit an, um die ESC-Halle in die Dorfener Volksfesthalle zu verwandeln.
Die drei neuen Festwirte Ernst Hennel, Franz Egerndorfer und Tobi Maier (v. l.) packen voller Tatkraft mit an, um die ESC-Halle in die Dorfener Volksfesthalle zu verwandeln. © Birgit Lang

Seit Wochen wird geschraubt, aufgehängt und installiert in der ESC-Eishalle. Der Aufbau für das Volksfest Dorfen ab Freitag, 12. August, läuft. Das neue Festwirts-Team kommt mit ein paar Neuerungen daher.

Dorfen – 100 Kubikmeter Holz für den Boden, die Überdachungen und Fassaden, 2,2 Kilometer weiß-blaue Stoffbahnen für den Himmel und zehn Kilometer Kabel für Strom, Beleuchtung und elektrische Geräte: Viel gewerkelt wurde in der ESC-Eishalle dieser Tage. Es wird geschraubt, eingebaut, aufgehängt und installiert. Deadline ist Freitag, 12. August. Bis dahin muss alles fertig sein, denn dann ist wieder Volksfest in Dorfen.

Jeweils 20 Mann helfen beim Aufbau und später beim Abbau, darunter allen voran die Festwirte Ernst Hennel, Franz Egerndorfer und Tobi Maier von der „Gmaade Wiesn GbR“. Sie haben den Zuschlag für das diesjährige Volksfest bekommen, vorerst nur für ein Jahr. Es sollen noch mehrere folgen, wenn es nach ihnen geht.

Anfang Juli begannen die Aufbauarbeiten in der Eishalle. Der Bauhof hat als erster die Decke mit den weiß-blauen Bahnen dekoriert und die großen Herzerl aufgehängt. Dann haben die Stoarösler unter der Regie von Stefan Schweiger, gelernter Zimmerer, den Biergarten aufgebaut. Die Holzwände und Überbauten für die Boxen hat das Trio mit seinen Helfern hochgezogen. „Der Holzboden kann erst verlegt werden, wenn alle schweren Gegenstände wie das Bier-Karussell schon in der Halle stehen“, erklärt Egerndorfer. Auch das ist mittlerweile schon erledigt.

„Jeder packt dort an, wo er gebraucht wird“, betont Hennel. Die vielen bajuwarischen Sammlerstücke vom Butterfassl bis zum Schlitten, die auf den Überdachungen rundherum an den Innenwänden der Halle stehen, hätten die Vorgänger-Wirte über die vergangenen Jahre „derbettelt“. Um all das übers Jahr sicher zu lagern, haben die Festwirte extra einen 300 Quadratmeter großen Lagerraum in Großkatzbach gemietet.

Den Großteil der Ausstattung und des Inventars haben sie von ihren Vorgängern, der Prost Mahlzeit GbR abgekauft, zu der auch Hennel schon gehörte. Er kann damit auf langjährige Volksfesterfahrung zurückblicken. Aber auch seine beiden Freunde sind in der Gastro- und Veranstaltungsszene bestens erprobt.

Der 54 Jahre alte Egerndorfer ist vielen noch bekannt aus seiner Zeit mit Jürgen Ondruschek im Crazy in Schwindkirchener und auch in Taufkirchen, wo sie das Kulturhaus betrieben. Er ist Profi für Ladenumbauten und deren Gestaltung, das macht er hauptberuflich am Münchner Flughafen.

Der 56 Jahre alte Hennel arbeitet hauptberuflich als Techniker und führt seit Ende 2001 mit Robert Eichner das E 3. Der 30-jährige Tobi Maier ist DJ Sonnengruß, war Geschäftsführer im Dorfener Tonwerk und hat kürzlich am Marienplatz die Bar Amore eröffnet.

„Wir ergänzen uns gut“, sagen die drei, auch wenn es dieses Jahr besonders stressig für sie war. Denn zwischendrin mussten sie auch den Auf- und Abbau sowie den elftägigen Betrieb ihrer Hütt’n am Erdinger Sinnflut erledigen. Das ging alles nahtlos mit den Volkfestvorbereitungen einher, sagt Hennel. Seit einer Woche sind die drei wieder nur in der Eishalle tätig. Oft sind sie von 7 bis 22 Uhr hier am Machen.

Freilich haben sie sich auch Neues zum Dorfener Volksfest einfallen lassen, etwa die Häuserfassaden aus Altholz vom alten Bachmayr-Stadl. Bei den Boxen gibt es einen neuen Bereich, für den eigens Bänke und Tische aus Massivholz geschreinert wurden. Insgesamt sind es 50 Boxen-Tische. Die Schänke und das Festbüro sind wie gehabt am alten Platz und wie immer überdacht.

Von Vorteil erweist sich immer wieder, dass alle drei Wirte Dorfener sind. Denn kurze Wege zur Arbeit sind hier ein klarer Vorteil, betont Maier. Überhaupt sei ihnen in ihrer Aufgabe als Festwirte Nachhaltigkeit ein großes Anliegen. Das beginnt beim Innenausbau der Halle und reicht bis zur Indoor-Lasershow. Diese wird heuer erstmals am Mittwoch, 17. August, um 22 Uhr anstelle des Feuerwerks steigen. Auch die Lieferanten und das Personal seien weitestgehend aus der Region, das spart unnötige Kilometer und reduziert den CO2-Ausstoß.

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