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Einen Orden gab es für Staatsministerin Ulrike Scharf (l.) von Prinzessin Franziska I. und Prinz Markus II.

Umweltministerin Scharf beim Neujahrsempfang in Dorfen

Von der CSU-Präsidiumssitzung direkt zur KG-Ordensverleihung

Nach dem Sonderparteitag der Bundes-SPD am Sonntag traft sich das CSU-Präsidium in München, um das Ergebnis zu bewerten. Direkt von der Sitzung kam Umweltministerin Ulrike Scharf am Abend noch zum Neujahrsempfang des Dorfener CSU-Ortsverbands in den Jakobmayer.

Dorfen - Nichts Neues war da bereits, dass 56 Prozent der SPD-Delegierten für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit der Union gestimmt hatten.

Von Nachbesserungen der Sondierungsergebnisse, wie aus der SPD gefordert, will die CSU-Führung nichts wissen, berichtete Scharf brandaktuell aus dem CSU-Präsidium. Das SPD-Ergebnis habe man nicht abschätzen können, sagte Scharf. Aber die knappe Zustimmung der Genossen zu Koalitionsgespräche „ist enorm wichtig“, weil es nun eine Phase gebe, wo Regierungsbild möglich sei.

Die Staatsministerin fand es dennoch „erstaunlich“, dass sich ein Vorsitzender (Martin Schulz, SPD) sich hinstelle und nach Tagen der Sondierung, nach einem unterschriebenen Papier, dann herausgehe und sagt: „Eigentlich haben wir es gut gemacht, aber gleichzeitig, wir müssen nachfordern“. Die CSU-Ministerin, bereitsim Wahlkampfmodusfür die Landtagswahl im Herbst, forderte, man sei jetzt gut beraten, in Koalitionsverhandlungen die gefundenen Eckdaten festzuziehen. Es könne nicht gehen, dass über Tage und Wochen verhandelt wurde, das Ergebnis jetzt noch mal infrage zu stellen und noch mal von vorne zu beginnen. Scharf hofft auf die Vernunft und Verantwortung bei den Verhandlungspartnern. Die SPD habe viele Dinge infrage gestellt, „aber wir werden uns nicht bewegen bei den Grundvereinbarungen, die wir getroffen haben“. Dennoch hofft sie, „dass die Verhandlungen zum guten Ende kommen“.

Die Umweltministerin äußerte sich auch kurz zur 3. Startbahn am Münchner Flughafen. Sie und die Parteien im Landkreis Erding lehnten die Erweiterung ab. Dies werde sie auch weiter „an die Entscheidungsträger herantragen“. Eine mögliche Änderung der Gesellschaftsform zur AG, wie angedacht, nur zum Zwecke einer Zustimmung oder damit eine Zustimmung zu umgehen „kann nicht sein“, stellte Scharf vor den Dorfener Parteifreunden klar. Es gebe dringende Anliegenin der Region die vorangebracht werden müssen, wie der S-Bahn- Ringschluss, die Nordumfahrung Erdings und die Erschließung der FTO.

Von den all den politischen Wirrungen derzeit in Berlin, wer regieren will oder nicht, blieb Dorfen unbeeindruckt. Hier regieren derzeit ganz klar Prinz Markus II. (Klötzl) und Prinzessin Franziska I. (Voglhuber). Ob das Prinzenpaar der Karnevalsgesellschaft (KG) Dorfen der Ministerin einen Tipp gab, wie man regiert, ganz ohne Grenzen oder Vorbehalte, wurde nicht bekannt. Die Staatsministerin nahm jedenfalls den KG-Orden mit einem breiten Lächeln in Empfang. Als ehemalige Gymnasiastin in Dorfen kennt sie sich im Dorfener Fasching noch sehr gut aus.

Hermann Weingartner

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