Zu Besuch in Armstorf: Viel Interessantes über das Kloster und dessen Historie erfuhren die Wanderer von Schwester Oberin Annunciata (M). Schorsch Bauer (4. v. r.) hatte die Exkursion wieder bestens organisiert. Foto: Brennauer

Historischer Kreis Dorfen

Wanderung zu Kapelle, Autobahn und Kloster

Es ist seit vielen Jahren ein fester und beliebter Punkt im Veranstaltungskalender des Historischen Kreises. Dorfens bekannter Wanderführer Schorsch Bauer konnte rund 40 Wanderfreunde am Bahnhof in Dorfen in Empfang nehmen, zu einer Tour durch die historische Isenstadt und deren reizvolle Umgebung.

Dorfen – Neben einigen Einheimischen war zum 13. Mal der Club der Weitwanderer aus München-Ost dabei, erstmals hatten sich auch Wanderfreunde vom benachbarten Münchner Verein der „Genusswanderer zu Fuß“ angeschlossen.

Die Wanderroute bei herrlichen Wetter zu einem wahren Genuss. Erster Infopunkt war die weitgehendst renovierte Fürmetzkapelle – mit bereits ausgemaltem Sternenhimmel. Den herrlichen Blick vom Fürmetz-Höhenrücken auf die Stadt Dorfen und das Isental, genossen die Ausflügler, ehe sie sich dann ein kurzes Wegstück weiter beim ehemaligen Schwammerl von dem fortschreitenden Ausbau der A 94 und der weit ausladenden Autobahnbrücke überzeugten.

Über Hain erreichten die Ausflügler dann das Kloster Armstorf. Die Oberin des Bildungshauses der Franziskanerinnen, Schwester Annunciata, informierte die Besucher in der Klosterkirche über die Geschichte des ehemaligen Schlosses aus dem Jahr 1622. 1929 wurde es von den Franziskanerinnen aus Au am Inn übernommen und war schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein Kinderkrankenhaus, ab 1943 sogar Ausweichkrankenhaus der Schwabinger Kinderklinik. Von 1954 bis 1975 wurde das Kinderkrankenhaus mit Krankenpflegeschule unter eigener Regie geführt. Seither ist es eine anerkannte wie gern genutzte Bildungsstätte, aber auch ein Ort der Meditation und der Stresspräventation. Die Leiterin führte die Gruppe entlang des 2007 angelegten Friedenswegs zur Franziskusklause, über die Liegehalle zur Parklichtung sowie zum Labyrinth und wieder zurück zum Kloster. Sieben Ordensschwestern sorgen aktuell neben mehreren Bediensteten für einen geordneten Betriebsablauf.

Nach einer Mittagspause im Gasthaus Hagl machte sich die Gruppe auf den letzten Teil der insgesamt neun Kilometer langen Wanderung, vorbei an Reit wieder zurück in die Stadt Dorfen, von wo aus die Münchner Gäste mit der Bahn die Heimfahrt antraten.

Georg Brennauer

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