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Riesige Trocknungsgeräte sind im Rathaus-Erdgeschoss im Einsatz, um den Wasserschaden zu beheben.  „Ein Klima wiein der Sauna“

Eckventil in Putzkammer geplatzt

Wasserschaden im neuen Rathaus

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Im neuen Rathaus ist ein Eckventil in der Putzkammer geplatzt. Der Wasserschaden beläuft sich laut vorsichtigen Schätzungen zufolge auf „50 000 Euro plus“.

Dorfen – Dorfens neues Rathaus ist hochmodern. Zu modern, wie mancher Bürger beim Betreten des Gebäudes meinen könnte. Denn schon im Foyer stehen mannshohe gelbe Maschinen mit langen Schläuchen, die auf den ersten Blick Robotern wie aus dem Film Star Wars ähneln. Doch es ist kein digitales Empfangskomitee – es sind riesige Gebäudetrockner. Im Rathaus ist durch ein geplatztes Eckventil ein riesiger Wasserschaden entstanden.

Betroffen davon ist das gesamte Erdgeschoss des erst Mitte April bezogenen Gebäudes. Der Schaden betrifft alle Büro- und Funktionsräume, berichtet Bürgermeister Heinz Grundner auf Nachfrage unserer Zeitung. Ausgelöst wurde der Wasserschaden durch ein geplatztes S-Eckventil einer Wasserleitung im Bereich der Putzkammer.

Zwei Wochen ist das wohl schon her. Zunächst wurde das aber nicht bemerkt. Denn da das Ventil unter Putz liegt, sickerte das Wasser langsam durch die Wand unter den Estrich des Fußbodens. An zahlreichen Stellen musste daher der Boden aufgebohrt werden um dort Trockenschläuche anbringen zu können. Die Trocknungsgeräte laufen Tag und Nacht.

Ersten vorsichtigen Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf „50 000 Euro plus“, so Stadtchef Grundner. Die Gutachter seien noch bei der Arbeit. Viel hänge auch davon ab, ob außer dem Estrich unter dem Boden auch Leichtbautrennwände im Gebäude vom Wasser beschädigt wurden. Das steht derzeit noch nicht fest. Der Schaden wird über eine Haftpflichtversicherung der Installationsfirma reguliert. Die Stadt, so Grundner, müsse hier keine finanziellen Nachteile befürchten.

Problematisch ist die Situation allerdings für die Mitarbeiter. Sie müssen nicht nur mit dem Lärm der Trocknungsgeräte klarkommen, sondern auch mit der Wärme, die von diesen Geräten ausgeht. „Das ist alles sehr, sehr unangenehm“, sagt Grundner dazu. „Teilweise herrscht hier ein Klima wie in der Sauna.“ Das bekommen auch Bürger zu spüren. Denn im Erdgeschoss sind alle Bereiche mit viel Parteiverkehr untergebracht.

Eine weitere Folge des Wasserschadens: Der für 4. Juli geplante Termin für die offizielle Einweihung wackelt. Denn es steht derzeit nicht fest, ob bis dahin alle Schäden behoben sind.

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