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Fragen junger Gläubiger stellte sich Weihbischof Bernhard Haßlberger (M.). Martin Kolbinger, KLJB-Kreisvorsitzender (l.) und die Dekanatsvorsitzende Irmgard Schoder (r.), moderierten. 

Firmlingstag

Dem Weihbischof auf den Zahn gefühlt

„Gemeinsam auf den Weg“ machten sich 185 Mädchen und Buben aus dem Dekanat Dorfen beim dritten Firmlingstag im Schwindkirchener Wolfgang-Meier-Haus.

Schwindkirchen – Die Veranstaltung hat der Dekanatsrat für die jungen Gläubigen als gemeinsame Vorbereitung auf die Firmung initiiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Landjugend.

Höhepunkt war eine Fragerunde mit Weihbischof Bernhard Haßlberger. Ausführlich beantwortete der als unkompliziert geltende Kirchenobere Fragen der Jugendlichen. Die hatte Martin Kolbinger, KLJB-Kreisvorsitzender, bei den jungen Leuten gesammelt und dem Weihbischof gestellt. „Wollten sie mal Papst werden“, war so eine Frage. „Bischof werden war nie meine Zielvorstellung“, betonte Haßlberger. Er wollte Pfarrer werden und als Geistlicher „möglichst nah bei den Leuten sein, mit den Leuten zusammen einen Weg gehen“.

Haßlberger skizzierte auch seinen Lebensweg. In Ruhpolding war er acht Jahre in die Volksschule gegangen und habe damals „die Idee gehabt, Pfarrer zu werden“. Von der 8. Klasse Volksschule noch aufs Gymnasium zu kommen, „war dann gar nicht so einfach, aber ich hab’s geschafft“. Nach dem Abitur folgte in München ein Theologiestudium. Dort habe er seine „Liebe zur Bibel und Auslegung des Altes Testaments entdeckt“, ein Schwerpunkt bis heute. 1977 wurde Haßlberger zum Priester und 1994 zum Weihbischof geweiht. „Und das bleibe ich bis zum Schluss.“ Fast eine Stunde beantwortete Haßlberger Fragen, etwa ob er schon mal Bulldog gefahren oder musikalisch sei, wie oft er den Papst trifft, man der Bibel 1:1 glauben könne oder Frauen im Priesteramt denkbar seien.

Über die erneut „große Resonanz“ des Firmlingstags, freute sich die Dekanatsvorsitzende Irmgard Schoder. Neben dem Kennenlernen konnten die Teilnehmer in zwei Workshops vieles erfahren, etwa zum „eigenen Ich“, über kirchliche Rituale oder was Glauben bedeutet und was in der Kirche passiert. Am Caritas-Stand wurden gesellschaftspolitische Themen wie Armut diskutiert. Ein Vertreter des Bezirkskrankenhauses Taufkirchen referierte zu Suchtgefahren, Handy-Konsum, Drogen, Alkohol. Aber auch entspannendes, wie Geocaching mit der Landjugend, stand auf dem Programm.  prä

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