Eine Fanfare zum Auftakt: Den Anfang machte Fridolin Karger auf der Trompete, während die Nachfolgegruppen schon in Lauerstellung sind. Foto: Zimmerer

KMS-Schlusskonzert im Jakobmayer

Weltsprache Musik wird überall verstanden

Dorfen - Über 100 Mitwirkende und ein euphorisches Publikum waren beste Voraussetzungen für das Schlusskonzert der Kreismusikschule im Jakobmayer. Und es wurde tatsächlich ein toller Abend.

Für die meisten Musikschüler war es eine Bühnenpremiere und dementsprechend fieberten sie dem Auftritt entgegen. Als dann endlich alle Pokemons im Saal von den Jägern mit den Smartphones eingefangen waren, konnte es losgehen.

Nach der Fanfare aus Herr der Ringe, auf der Trompete intoniert vom Fridolin Karger, zeigte das Cajon-Ensemble von Edwin Karbaumer viel Rhythmusgefühl und fulminante Präsenz. Die Gruppe funktionierte wunderbar, obwohl Musikschüler aus unterschiedlichen Orten wie Dorfen, Moosen und Taufkirchen zusammenspielten. Das nahm Peter Hackel, der die Gesamtleitung hatte und mit Humor durch den Abend führte, zum Anlass, um auf die Weltsprache Musik hinzuweisen, die eben überall verstanden werde.

Erfreut zeigte sich Hackel, dass Zither und Hackbrett wieder mehr Anklang bei der Jugend fänden, wie die Klassen von Ursula Adelsberger eindrucksvoll demonstrierten. Eine berührende Geschichte aus Japan erzählte Pia Widl zum Stück „Tausend Kraniche“, bevor sie am Klavier Hanna Meier an der Flöte begleitete. Im Anschluss war das gesamte Flötenensemble von Susanne Gelsheimer mit einem Traditional aus Afrika an der Reihe. Virtuoses Querflötenspiel hatten die „Silverflutes“ von Claudia Gondola de Hackel im Gepäck, ungewohnte Fagott-Klänge lieferte Jana Baumann. Für Italienisches Flair sorgten die Geschwister Bordiantschuk mit dem Volkslied „Santa Lucia“ an Klavier und Klarinette.

Viele englische Titel gab es im weiteren Verlauf des Abends, was dem Brexit geschuldet sei, wie Hackel augenzwinkernd erläuterte: „Damit die Briten wieder in die EU wollen.“ Wie man aus dem Rocksong „No more Sorrow“ von Linkin Park Kammermusik macht, führten die Kontrabass-Schüler von Georg Karger vor. Ihren ersten Auftritt hatte die Band ohne Namen um Sängerin Anna Böckmann, die erst seit einigen Wochen zusammenspielt. Sonderapplaus gab es für Sheila Puffer, die zusammen mit dem Dorfener Gitarrenorchester unter der Leitung von Dieter Geitz den Welthit „Photograph“ gekonnt und leidenschaftlich interpretierte.

Der krönende Abschluss war Michael Riedmaier aus Taufkirchen und seinem Akkordeonorchester vorbehalten. Drei Songs genügten, um den Jakobmayer zu rocken und das Publikum zu begeistern. Aus der 17 Mitglieder starken Gruppe ragten Stefan Bauer am Akkordeon und Jakob Wagner am Xylofon heraus.

Albert Zimmerer

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