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Das Wesner Tor in Dorfen ist ab Montag dicht

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Von: Timo Aichele

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So schon ein Nadelöhr, ab Montag ganz gesperrt: Für Fußgänger und Radler ist das Wesner Tor gefährlich. Deswegen baut Unternehmer Georg Scharl eine Passage quer durch das Haus der Gesundheit.
So schon ein Nadelöhr, ab Montag ganz gesperrt: Für Fußgänger und Radler ist das Wesner Tor gefährlich. Deswegen baut Unternehmer Georg Scharl eine Passage quer durch das Haus der Gesundheit. © Michaele Heske

Das Wesner Tor ist für drei Wochen wegen Abrissarbeiten am ehemaligen Kaufhaus Schmederer gesperrt. Gleichzeitig läuft der Kreuzungsumbau auf der B 15 noch bis 10. Dezember.

Dorfen – Wieder einmal schlechte Nachrichten für den Verkehr in der Dorfener Innenstadt: Der Kreuzungsumbau auf der B 15-Ortsdurchfahrt ist noch nicht abgeschlossen, da wird schon die nächste wichtige Verkehrsachse durch die Altstadt dichtgemacht. Ab Montag ist das Wesner Tor gesperrt.

Hintergrund ist der Umbau des früheren Kaufhauses Schmederer zu einem Haus der Gesundheit. Ab Montag beginnt dort der Abriss des Anbaus auf der Seite des Johannisplatzes. „Wir warten schon über ein Jahr auf die Baugenehmigung, vor 14 Tagen ist sie gekommen“, erklärt Bauträger Georg Scharl auf Nachfrage.

Der Dorfener Unternehmer hätte gerne sehr viel früher losgelegt, doch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege habe über die Monate sechs Termine verstreichen lassen, bis es endlich eine abschließende Stellungnahme zu dem Projekt abgegeben habe, klagt Scharl. Dadurch habe die Baugenehmigung nicht vorgelegen.

Nach diesem späten Startsignal der Behörden wäre es für ihn als Unternehmer eher sinnvoll gewesen, mit dem Abriss im Frühjahr 2022 zu beginnen, meint Scharl. Er habe nun aber schnell Firmen organisieren und teilweise von einer anderen Baustelle abziehen müssen.

„Die Stadt hat gedrängt“, erklärt Scharl den Zeitplan im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn gleichzeitig läuft eine Kanalsanierung im anliegenden Herzoggraben. Ein Teil der Abwasserleitung verläuft unter dem Anbau, der nun weichen soll. „Wenn der Anbau weggerissen ist, können wir in diesem Bereich mit den Kanalarbeiten fortfahren“, sagt auch Jürgen Dietrich, Tiefbauamtsleiter im Dorfener Rathaus. Angesichts des nahenden Winters werde das aber wohl erst im Frühjahr passieren können.

Dann kommt aber erst der wirkliche Stresstest auf die Dorfener Verkehrsteilnehmer zu: Abriss und Neubau der Isenbrücke im Zuge der B 15-Ortsdurchfahrt. Für diese Großbaustelle muss die Dorfener Hauptschlagader zeitweise voll gesperrt werden, nicht nur einseitig, wie derzeit beim Umbau der Kreuzung mit der Rosenaustraße.

Brückenbaustelle und Sperrung des Wesner Tors dürfen nicht zusammentreffen – nach dieser Logik sei es sinnvoller jetzt am Haus der Gesundheit weiterzubauen und nicht erst nach dem Schnee Anfang 2002, sagt Scharl. „Das wäre sonst ein noch größerer Wahnsinn.“

Der Abriss des Anbaus wird laut Scharl nun drei Wochen dauern. In dieser Zeit ist das Tor gesperrt – parallel zu den Behinderungen auf der B 15. Das gesamte Projekt „Haus der Gesundheit“ werde 2022 nicht zum Abschluss gebracht werden können, meint der Investor. Immerhin spielen sich die folgenden Arbeiten bei der Sanierung des Gebäudes mit der denkmalgeschützten Fassade am Kirchtorplatz im Inneren ab. Eine weitere Sperrung des Tors werde daher nicht mehr nötig sein, sagt Scharl.

Währenddessen verzögert sich auf der B 15 der Kreuzungsumbau mit Errichtung einer Fußgängerampel um eine Woche. Die Arbeiten sollen am 10. Dezember abgeschlossen sein – und damit eine Woche später als ursprünglich geplant, bestätigt Thomas Jakob, Pressesprecher des Staatlichen Bauamts Freising, auf Nachfrage. Die große Brückenbaustelle beginne erst im Frühjahr. „Vor März auf keinen Fall“, erklärt Jakob.

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