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Engagiert dabei: Martine Driessen, Elisabeth Litzberski und Doris Obermaier vor dem Weltladen am Rathausplatz.

25 Jahre Duka

„Wir sind eine Welt“

Fremde Kulturen, Kaffee und Kuchen, eine musikalische Einlage, Erinnerungen und neue Ideen. Der Arbeitskreis Eine Welt DUKA Dorfen feiert sein 25-jähriges Jubiläum.

Dorfen – Interessenten und Wegbegleiter des Vereins treffen sich am Sonntag zwischen 14 und 17 Uhr im Saal des evangelischen Pfarrheims Dorfen zu einer Feierstunde. Der Verein wurde 1992 von einigen Jugendlichen in Dorfen unter dem Namen „Dritte Welt Duka Dorfen e.V., ins Leben gerufen. Vereinsziel: Auf die Problematik der sogenannten Dritten Welt aufmerksam zu machen. Mit „dritte Welt“ sind wirtschaftlich unterentwickelte Staaten gemeint, die Defizite im Bereich der Gesundheit, Bildung, Sozialwesens, Infrastruktur, sowie der Politik aufweisen.

Durch einen kleinen Laden in der Marktkirche und unterschiedlichen Aktionen drang der Verein schnell in das Bewusstsein der Dorfener Öffentlichkeit. In den folgenden Jahrzehnten engagierte sich der Verein für den Fairen Handel, das Kennenlernen fremder Kulturen und für die Völkerverständigung. Auch entwicklungspolitische Themen wurden in Form von Präsentationen, Aufführungen und Ausstellungen immer wieder in Gang gebracht.

Der Arbeitskreis DUKA unterstützt viele Projekte in den Entwicklungsländern. Einrichtungen in Indien, Bolivien und auch Bangladesch erfreuen sich seit Jahrzehnten über Fortschritte, als auch über Besuche einzelner Vereinsmitglieder. Meilensteine waren laut Verein die Satzungsänderungen und der neue Vereinsname. Mit dem Umzug des Weltladens in größere Räumlichkeiten wurde der Geschäftsbetrieb in die Hände des „FAIR Handelshaus Bayern“ übergeben. So kann sich der Verein nun auf sein bildungspolitisches Anliegen fokussieren.

Für die Vorstandsvorsitzende Elisabeth Litzberski gibt es überhaupt keine „Dritte Welt“. Dieser Ausdruck sei nur noch in den Köpfen der Menschen verankert. „Wir sind eine Welt.“ Daraus resultiere auch die Namensänderung. Nachdem der Fair Weltladen nicht mehr zu DUKA gehört, ist nicht jedes Mitglied des Arbeitskreises auch automatisch im Geschäft tätig. Umgedreht genauso. Das Publikum, das den Laden besucht, ist aber genauso bunt, wie die Welt, die von DUKA angestrebt wird. Während die Jugendlichen mehr Schmuck und Taschen erwerben, kaufen die älteren Leute vermehrt Lebensmittel ein.

Relativ neu im Angebot ist ein Kochbuch mit ortsbezogenen Rezepten. Darin aufgelistet sind laut Litzberski „sehr gute Gerichte zum selber kochen“.

Kunden, die in den Fair Weltladen kommen, würden dies auch ganz bewusst machen, so Litzberski, „weil sie wissen wofür sich im Laden eingesetzt wird und dieses Handeln gerne unterstützen.“ Dennoch könne man nicht alle Besucher über einen Kamm scheren und sagen, es wären immer die selben Leute. Gerade Jugendliche würden heutzutage sogar noch mehr an der Thematik Dritte Welt interessiert sein, als noch vor 25 Jahren.

„Die jungen Leute sind inzwischen früher politisch orientiert und wollen sich auch mehr einbringen.“ Deswegen mache sie sich keine Sorgen, dass das Interesse an fair gehandelten Waren sinke oder gar erlösche. Vielmehr zeige der Trend in den letzten Jahren deutlich nach oben – und das gerade aufgrund der vermehrten sozialen Einstellung der Jugend. Litzberskis Credo: Fairer Handel sei wichtig, um aus der im Volksmund verbreiteten „Dritten Welt“ wieder „Eine Welt“ zu machen – eine Welt, in der niemand hinten anstehen müsse.

Dominik Schien

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