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Gute Laune und beste Stimmung: Traudi Siferlinger kam mit den Tanngrindler Musikanten und der Couplet AG sehr gut an beim Publikum im Jakobmayer.

Wirtshausmusikanten im Jakobmayer

Jodeln, singen und schunkeln mit Traudi Siferlinger

Dorfen – Kaum war Traudi Siferlinger mit den Tann-grindler Musikanten und der Couplet AG auf der Bühne, jodelte sie schon zweistimmig mit dem Publikum. Von der ersten bis zur letzten Minute verbreiteten die BR-Moderatorin und die Musiker gute Laune mit ihrer Wirtshausmusik im Jakobmayer. Und das, zum größten Teil schon angegraute Publikum machte engagiert mit, oft sangen die Damen und Herren sogar unaufgefordert.

„Eigentlich wollten wir ja, dass ihr an Tischen sitzt, wie sich das für Wirtshausmusik gehört, aber damit ihr alle habt kommen können, haben wir die Tische wieder rausgeschoben“, sagte Siferlinger in ihrem charmanten Bairisch und freute sich über den ausverkauften Saal.

Professionelle Blasmusik boten die Tanngrindler aus Hemau. Punktgenau intonierten sie ihre meist rasanten Stücke – laut Siferlinger haben sie Programm für drei Tage – auf ihren Blasinstrumenten. Die Freude am Spielen war bei den sieben Männern und der einen Dame unübersehbar. Eine mutige Dorfenerin tanzte mit Tanngrindler-Chef Frieda Roßkopf einen Zwiefachen auf der Bühne.

Für Lacher sorgte die Couplet AG (Arterhaltungsgesellschaft) aus München. Jürgen Kirner, der die Volksmusikgruppe vor 20 Jahren ins Leben gerufen hatte, warnte vor dem ersten Couplet: „Bei den Volkssängern früher ist es ein bisschen deftiger zugegangen.“ Die vier Musiker besangen den Besuch im Tröpferlbad, Leibspeisen wie Herz mit Bratkartoffeln, Sex mit Bestrafung oder die Therapie mit Eigenurin. Letzterer – zumindest optisch ähnlich – wurde großzügig von Bianca Bachmann von der Couplet AG auf Gesicht, Hals und Glatze im Publikum verteilt.

Siferlinger, die nicht nur mit ihrer Moderation, sondern auch mit ihrer Geige Stimmung machte, forderte mehr Musikunterricht an Schulen, da dieser nachweislich die Intelligenz fördere. „Gleich werdet auch ihr ein bisschen g’scheider sein“, sagte die studierte Musikerin und übte einen dreistimmigen Kanon mit kompliziertem Text mit dem Publikum ein. Doch für die Zuhörer war das kein Problem, die meisten sind wohl treue Zuschauer von Siferlingers Musiksendungen im Fernsehen.

Alexandra Anderka

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