Autor Anton Renner

(BE)Merkenswertes der Woche

Wo der Pfennig geschlagen wird . . .

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Dorfen bekommt am Unteren Markt einen überdimensionalen, begehbaren „Springbrunnen“. Macht dieses teuere Fontänenfeld wirklich Sinn, fragt sich Redakteur Anton Renner in seinem Wochenkommentar.

Dorfen lässt es sprudeln: Ein Fontänenfeld soll den Unteren Markt attraktiver machen. So hat es Stadtplanerin Martina Schneider vorgeschlagen – und der Stadtrat hat dem großteils begeistert zugestimmt. Bis zu 180 000 Euro lässt es sich die Stadt kosten, dass aus einer Vielzahl von Düsen im Boden Wasser in die Luft spritzt.

Eigentlich sollte an dieser Stelle gegenüber dem Jakobmayer-Kulturzentrum die Bronze-Skulptur „Jakob auf der Himmelsleiter“ des international renommierten Künstlers Alessandro Kococinski stehen. Die hat der früher für Jahre in Schloss Kalling lebende Künstler der Stadt 2012 geschenkt – als Zeichen seiner Liebe zur Stadt. Seitdem lagert die Skulptur gut verpackt im städtischen Bauhof . . .

Geht es um Kunst in Dorfen, spielt Geld nicht die große Rolle. Viel wichtiger scheint, dass der Stadtrat seine Entscheidung auf die Meinung von Fachleuten fußen kann. Ob eine Fontänenfeld heutzutage noch eine Attraktion ist, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Fontänenfelder gibt es wie Sand am Meer.

Erinnert sei auch daran, dass die Unternehmensgruppe Scharl vor Jahren der Stadt einen Brunnenskulptur für den Unteren Markt schenken wollte. Es hätte sich dabei um einen Licht-Brunnen in Form eines Obelisken des Dorfener Künstlers Thomas Bachmaier gehandelt. Die Offerte wurde letzendlich abgelehnt. Es wurde befürchtet, sich in Abhängigkeit zu Scharl zu begeben. Kulturelle Geschenke sind in Dorfen halt nichts gefragt. Schon gleich gar nicht, wenn sie von Dorfener Künstlern geschaffen wurden.

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