Würdiger Abschied: Oberstudiendirektor Gerhard Motschmann (sitzend, r.) wurde von der Schulfamilie und zahlreichen Vertretern von Schulen, Wirtschaft und Politik in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Weingartner

Verabschiedung Gymnasiumsleiter Motschmann

„Wohl der Schule war seine Leidenschaft“

Dorfen - Mit einem Festakt am Gymnasium Dorfen ist gestern Oberstudiendirektor Gerhard Motschmann in den Ruhestand verabschiedet worden. Seine Leistungen nach neun Jahren Schulleitung wurde von den Festrednern als „erfolgreich“ und „hervorragend“ gewürdigt.

Der Ministerialbeauftragte für Gymnasien in Oberbayern Ost, Richard Rühl, überreichte Motschmann eine Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand. Zu der Feier in der Schulaula sind zahlreiche Ehrengäste aus Schule, Wirtschaft und Politik erschienen, darunter auch der als „Vater“ des Dorfener Gymnasiums geltende, frühere Kultusminister Hans Zehetmair aus Erding. Für einen würdigen Rahmen sorgte die Fachschaft Musik.

Motschmann habe sich den Dank zum wohlverdienten Abschied, „als Anerkennung der stets gewissenhaften und engagierten Arbeit nicht nur für das Gymnasium Dorfen verdient“, betonte Rühl. Er habe die „Erfolgsstory Gymnasium Dorfen“ als Auftrag gesehen, die Arbeit der Vorgänger konsequent und innovativ fortzusetzen, unter anderem als zäher und geschickter Verhandler mit zwei Erweiterungsbauten, Fortentwicklung der Schulausrichtung und vielen Angeboten für die Schüler bis hin zum gebundenen Ganztagszug. Der Erfolg seien Spitzenleistungen im schulischen, musikalischen und künstlerischen Bereich. Das beeindruckende Engagement Motschmanns und die Zusammenarbeit mit verschiedensten Gremien verdienten „höchste Anerkennung“.

„Das Wohl der Schule war seine Leidenschaft“, skizzierte die stellvertretende Direktorin Christina Christiano ihren Kollegen. Motschmann habe sich durch seine Entschlossenheit, die Fähigkeit, sich nicht verbiegen zu lassen und sogar unpopuläre Entscheidung zu treffen, ausgezeichnet.

Alle könnten zufrieden sein, dass das Gymnasium Dorfen seit seiner Gründung so eine erfolgreiche Entwicklung genommen habe, sagte Landrat Martin Bayerstorfer. Das sei nicht vorhersehbar gewesen und habe vor allem daran gelegen, „dass wir immer hervorragende Schulleiter hatten und auch künftig haben werden“. Der Kreischef beschrieb Motschmann als einen Schulleiter mit starker Führungspersönlichkeit, Führungsqualitäten, als einen Frontmann und Vordenker. Er habe dafür gesorgt, „dass diese Schule einen hervorragenden Stand erreicht hat, die bei Schülern und Eltern höchst beliebt ist“. Motschmann habe „herausragendes geleistet, das wird in Erinnerung bleiben“.

Motschmann selbst äußerte sich am Ende der Feier nur knapp. Es sei der Augenblick, „einfach nur Danke zu sagen“, bei allen, die ihn und seine Schule in den Jahren unterstützt hätten. Der scheidende Schulleiter nannte das Kultusministerium, den Landkreis als Sachaufwandsträger, Kommunalpolitiker, die Stadt Dorfen und die „wohlwollende Schulgemeinschaft“, die Nachbarschulen und vor allem das Team der Schulleitung. Langweilig wird es Motschmann nicht, der privat weiter im Landkreis bleibe und ankündigte: „Ich werde die Freiheit voll genießen“.

Hermann Weingartner

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