Nach Betriebsschließung

Wohnen und arbeiten auf dem Meindl-Areal

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Auf dem Firmenareal der Ziegelei Meindl in Dorfen wird vermutlich auch ein Wohngebiet entstehen. Das würde die Situation auf dem Wohnungsmarkt entschärfen.

Dorfen – Das ehemalige Ziegelwerk Meindl, das zum Markenverbund der Creaton AG gehört, ist derzeit gerade in der Phase der Schließung. Die Dachziegelproduktion ist bereits eingestellt worden. Zum Jahresende wird das Werk endgültig geschlossen. Was mit dem 23 Hektar großen Ziegelei-Areal passiert, darüber gibt es noch keine offiziellen Angaben. Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) hat bei einer Parteiveranstaltung vor kurzem lediglich davon gesprochen, dass es Gespräche seitens der Stadt mit Eigentümern des Arials und „potenziellen Nachnutzern“ gegeben habe.

Nach Informationen der Heimatzeitung wird auf dem Areal aber nicht nur gewerbliche Nutzung geplant, sondern auch ein neues Wohngebiet. Stadtchef Grundner hat die Rechercheergebnisse der Heimatzeitung bestätigt. „Überlegungen in diese Richtung bestehen.“ Einzelheiten will der Bürgermeister aber nicht nennen, da er dazu nicht befugt sei. Grundner kündigte aber an, dass sich der Stadtrat in seiner Juli-Sitzung mit diesem Thema befassen wird.

Für Grundner ist aber wichtig, dass sich im Falle einer Wohnbebauung auch für die Stadt Dorfen Vorteile ergeben. Hier müssten etwa die Themen Einheimischenmodell oder Sozialer Wohnungsbau eine Rolle spielen. „Eine Wohnbebauung auf dem Areal, das nur auf dem freien Markt abgewickelt wird, wäre nicht im Sinne Dorfens.“

Die Vermarktung des Meindl-Areals wird offenbar von der zum belgischen Baustoffkonzern Etex S.A. gehörenden und in Leimen ansässigen Etex Holding GmbH übernommen. Der Etex-Konzern ist auch Mehrheitsaktionär der Creaton AG. Von Etex war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Das Meindl-Firmenareal ist als Gewerbegebiet ausgewiesen. Sollten Teilbereiche der Wohnnutzung zugeführt werden, müsste der Flächennutzungsplan geändert werden. Spannend dürfte dann die Frage sein, wie man mögliche Konflikte zwischen Wohnbebauung und Gewerbegebiet lösen will.

Stadtchef Grundner sieht in der künftigen Nutzung des Meindl-Areals jedenfalls „große Chancen, wenn man das vernünftig gemeinsam entwickelt.“

Anton Renner

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