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Bauen in Dorfen

Wohnraum soll wieder bezahlbar werden

Wohnraum ist knapp ist in Dorfen. Für Menschen mit geringem Einkommen ist die Wohnungssuche besonders schwer. Die Stadt will Werkzeuge für sozialverträglichen Wohnungsbau schaffen.

VON HERMANN WEINGARTNER

Dorfen – Nicht nur sozialen Wohnungsbau, sondern insgesamt „neue Wohnformen“ sollen in künftigen Neubaugebieten zur Umsetzung kommen, fordert die GAL. Dazu wurde ein entsprechender Antrag der Grünen im Stadtrat diskutiert. Rechtzeitig sollen die Weichen so gestellt werden, dass der Stadtrat zunächst für das neue, große Stadtquartier auf dem rund elf Hektar großen Areal der ehemaligen Ziegelei Meindl die Bauleitplanung so steuern kann, dass eine insgesamt sozial verträgliche Bebauung entsteht, forderte Ulli Frank-Mayer. Die Stadtverwaltung soll bis Ende des Jahres einen „Werkzeugkasten“ erarbeiten, wurde beschlossen.

Frank-Mayer erklärte, in der Stadt benötige man Wohnraum zu sozial verträglichen Mietpreisen für verschiedenste Bevölkerungsgruppen. Sie nannte die Themen Inklusion und Integration, wo Wohnungen für Menschen mit Behinderung und anerkannte Asylsuchende nötig seien. Auch für Rentner, Alleinerziehende, Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen sollte ein entsprechendes Wohnangebot geschaffen werden. Die Bauverwaltung solle Möglichkeiten prüfen, wie ein Konzept zur sozialgerechten Bodennutzung realisiert werden könnte. Frank-Mayer nannte „die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft“ oder die Einbindung der Wohnungsbaugesellschaft des Landreises. Beides hätte den Charme, dass eine Mietpreisbindung dauerhaft erhalten bliebe. Auch Bauträger könnten über städtebauliche Verträge in das Konzept eingebunden werden.

Für die SPD forderte Heiner Müller-Ermann, dass seine Fraktion auf die Möglichkeit des genossenschaftlichen Wohnungsbaus „besonderen Wert“ lege. Die Zahl der Wohnungsgenossenschaften in Bayern steige wieder. Eine lokale Wohnbaugenossenschaft könne „zu einem ganz wichtigen Baustein“ in Dorfen werden. Die Mietpreisbindung sei in der Form „am sichersten“. Die Prüfung des Vorschlags wurde in den Beschluss aufgenommen.

Dorette Sprengel (GAL) warnte, die Stadt dürfe beim Meindl-Areal nicht die Folgekosten einer so großen Wohnsiedlung vergessen. Es sei „gut, wenn junge Leute kommen“, aber das verursache auch Kosten. Geprüft werden sollte für den Stadtrat „ein Folgekostenmodell“, als Handhabe.

„Zweite Wahl“ ist für Martin Heilmeier (LDW) eine kommunale Wohnbaugesellschaft, weil der Aufwand groß sei und bei städtebaulichen Verträgen laufe irgendwann die Mietpreisbindung aus. Er votierte für die Landkreisbaugesellschaft, die habe Erfahrung und es bleibe die Sozialwohnungen dauerhaft erhalten. Zu prüfen sei auch, wie viel Prozent an sozialen Wohnungsbau ein Wohnbaugebiet überhaupt vertrage. Die Stadt habe bereits ein „Einheimischen Modell“ und eine Art Folgekostenmodell. Einig war man sich dennoch, dass die Stadt ein möglichst breites Handlungsspektrum für die Realisierung des sozialen Wohnungsbaus zur Verfügung haben sollte.

„Ein Art Toolbox“ befand auch Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) gut. Klar war aber auch, dass man diese „Werkzeugkiste“ nicht nur speziell für das Meindl-Areal beschließen und alle Instrumente auch nicht überall anwenden könne.

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