Bürgerinitiative Bahnausbau

Zusammenarbeit mit Grundner beendet

  • schließen

Das Verhältnis zwischen Bürgerinitiative Bahnausbau und Stadtchef Heinz Grundner ist denkbar schlecht. In drei Wochen kommt der Petitionsausschuss des Bundestags.

Dorfen – Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) wird seit Jahren von der Bürgerinitiative (BI) Bahnausbau immer wieder heftig angegangen. Dem Stadtchef wird von BI-Sprecher Georg Brandhuber und neuerdings auch von BI-Mitglied Ernst Rausch vorgeworfen, er verfolge nicht Dorfener Interessen, sondern stehe auf der Seite der Deutschen Bahn. „Mit seinen Aussagen (,Wir wollen doch was von der Bahn‘) hat er, entgegen seiner Verpflichtung, den Titel eines ,Bürgermeisters’ abgelegt“, schreibt Brandhuber in seiner jüngsten E-Mail an Vizebürgermeister Günther Drobilitsch (Landlisten). Seit sechs Jahren würde die BI „mit vielen Eingaben, in noch mehr Stunden, Verhandlungen mit Politikern auf allen Ebenen, tausenden von Kopien an Behörden und Bürgern versuchen, die Untätigkeit des Herrn Grundner auszugleichen“. Jetzt reicht es Brandhuber. „Wir lehnen dieses Verhalten ab, und wenden uns zukünftig an Sie, Herr Drobilitsch, und hoffen auf bessere, unserer Heimat zuträgliche Zusammenarbeit“, heißt es in der Mail.

Der jüngste Streit ist an einem Antrag der Bürgerinitiative entbrannt, die Stadt solle das Verkehrsberatungsbüro Vieregg-Rössler GmbH als fachlichen Beistand für das Treffen mit dem Petitionsausschuss beauftragen. Dieser „Antrag“ war jedoch ein Satz in einer lange Mail. Bürgermeister Grundner hat jetzt an BI-Sprecher Rausch geschrieben und nochmals darauf hingewiesen, dass es sich bei der fraglichen Mail um keinen Antrag im Sinne der Gemeindeordnung beziehungsweise der Geschäftsordnung des Stadtrates handelt. Ohne auf die neuerlichen, heftigen Vorwürfe an seine Person einzugehen, teilt Grundner Rausch mit, dass er – wie schon in der zurückliegenden Stadtratssitzung angekündigt – das Thema mit in die Sitzung des Finanzausschusses am kommenden Mittwoch nehmen werde. Diese Vorgehensweise sei aus vergaberechtlichen Gründen erforderlich, da Beauftragung und Inanspruchnahme der Beratungsleistung durch die Stadt Dorfen die Einholung von Vergleichsangeboten voraussetzen würde. Die BI hat bis einen Tag vor der Sitzung Zeit, einen Antrag einzureichen. Ob damit der Streit zwischen der BI und Grundner beigelegt werden kann, ist ungewiss.

>Siehe auch Kommentar.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Diebe mit 118 Zigarettenschachteln 
Im Supermarkt waren die Zigarettendiebe noch richtig kaltschnäuzig. Nach ihrer Entdeckung war‘s aber vorbei mit der Coolness. 
Diebe mit 118 Zigarettenschachteln 
Taxler erst geprellt, dann geschlagen
Weglaufen ohne zu bezahlen und dann auch noch rabiat  werden - das geht gar nicht.  Die Polizei hat aber schon eine heiße Spur
Taxler erst geprellt, dann geschlagen
Figl und die Stadtwerke: Vergleich in Sicht?
Kein Ende scheint die Affäre um den früheren, umstrittenen Geschäftsführer der Stadtwerke Dorfen GmbH, Karl Heinz Figl, zu nehmen. Inzwischen hat er zwei Klagen gegen …
Figl und die Stadtwerke: Vergleich in Sicht?
Ein Radl für Raphaela
Künftig wird wohl öfter ein froschgrünes Fahrrad mit einem großen Korb am Lenker und am Gepäckträger in Taufkirchen zu sehen sein. Berta Weiher hat es bei einem …
Ein Radl für Raphaela

Kommentare