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An der Kapazitätsgrenze angelangt ist die Dorfener Kläranlage. Für über fünf Millionen Euro soll sie erweitert werden.

5,5-Millionen-Euro-Investition 

Zuzug: Dorfener Kläranlage zu klein

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Nichts geht mehr: Die Kläranlage Dorfen hat ihre Leistungsgrenze erreicht. Die Anlage muss dringend erweitert werden. Der Bauausschuss hat dafür jetzt die Planung vergeben.

Dorfen – Die Dorfener Kläranlage hat etliche Jahre auf dem Buckel. 1975 wurde sie als Belebungsanlage mit Schlammstabilisierung mit einer Reinigungsleistung von 13 000 Einwohnerwerten gebaut. 2010 wurde auf 15 500 Einwohnerwerte erweitert. Doch jetzt ist die Anlage an ihrer Kapazitätsgrenze. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, soll die Kläranlage auf 30 000 Einwohnerwerte ausgebaut werden. Dies kann durch eine anaerobe Schlammfaulung mit Vorklärung erreicht werden. Der Bauausschuss hat die Planungsleistungen dafür in Höhe von rund 142 000 Euro an das Ingenieurbüro Steinle in Weyarn vergeben.

Das Büro hat bereits die Erweiterung der Kläranlage 2010 geplant und kennt sich nach Aussagen von Bauverwaltungsleiter Franz Wandinger bestens mit der Anlage aus. Das hat den Vorteil, dass die bei Vergabe an einen anderen Planer notwendige Grundlagenermittlung entfällt. Zudem werden der Stadt 15 Prozent der 2014 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie angerechnet (6130 Euro). Für die Erweiterung der Kläranlage sind im Haushalt bereits 5,5 Millionen Euro eingeplant.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) wies im Ausschuss „vorsorglich“ darauf hin, dass die Erweiterung auf 30 000 Einwohnerwerte nicht ausdrücke, dass die Stadt auch eine entsprechend hohe Anzahl an Bürgern anpeile. Die Messgröße beinhalte auch Abwässer von Gewerbebetrieben. Ob mit der Erweiterung auch die Abwassergebühren steigen werden, kann laut Maria Bauer, Leiterin der Finanzverwaltung, nicht gesagt werden. Schließlich beinhalte die Berechnung eine ganze Reihe von Parametern.

Mit der Erweiterung wird die Dorfener Kläranlage auch hochmodern. Denn zur bestehenden Belebungsbecken-Klärmethode kommen ein Vorklärbecken und dann die anaerobe Schlammfaulung hinzu. Alleine durch das Vorklärbecken kann die Kapazität der Anlage um mehr als ein Drittel erhöht werden. Von dort aus gelangt das Abwasser in die bestehende Belebungsanlage.

Der im Vorklärbecken anfallende Primärschlamm und der im Belebungsbecken anfallende Überschussschlamm kommen dann in den Faulbehälter. Aus dem dabei entstehenden Faulgas kann beispielsweise mit Hilfe eines Blockheizkraftwerkes Strom erzeugt werden.

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