Politischer Stammtisch

Zwangsehe mit Taufkirchen: Heilmeier befürchtet Nachteile

Beim Informationsstammtisch der Landliste West kam nahezu die gesamte Bandbreite aktueller politscher Themen zur Aussprache.

Dorfen – Der Dorfener Stadtrat Martin Heilmeier berichtete zunächst über die vorgesehene Wohn- und Gewerbeansiedlung auf dem ehemaligen Meindl-Areal (wir berichteten). Zum derzeit entstehenden Neubau des Rathauses wollte Valentin Attenberger wissen, warum für das Gebäude nicht gleichzeitig eine Tiefgarage für das Personal gebaut wurde. Wegen der engen Bebauung – Schwierigkeiten gab es da schon beim Marienhof – aber auch aus Kostengründen habe man bei reichlicher Überlegung davon abgesehen. Eine öffentliche Garage sei am Parkplatz an der Rosenaustraße geplant.

Zur Sprache kam auch ein absehbares Verkehrsproblem im Zusammenhang mit dem Brückenneubau an der B 15. Die Maßnahme wurde allerdings auf 2020 verschoben, weil man davon ausgehe, dass die bis dahin fertiggestellte A 94 neue Umleitungsalternativen bieten werde. Die im Landesentwicklungsplan vorgesehene Zwangsehe als Mittelzentrum mit Taufkirchen lehne man kategorisch ab. „Dies wurde über unsere Köpfe hinweg beschlossen, und Dorfen als bestehendes Mittelzentrum hat da gewaltige Nachteile“, wetterte Heilmeier. „Das stinkt mir gewaltig.“

In Bezug auf die in Auftrag gegebene, über 100 Seiten umfassenden Expertise über die Stadtentwicklung monierte Hermann Aigner eine fehlende Beteiligung der ländlichen Bereiche, die immerhin ein Drittel der Flächen der Kommune Dorfens betreffe. Heilmeier und Johann Selmair erläuterten, dass das Gutachten zunächst nur für den Innenbereich Dorfens abgerufen wurde, während für den Außenbereich das Programm im Rahmen der Dorferneuerung abgerufen werden sollte.

Von Irene Heimeier wurde hinterfragt, warum der Gewinn bei den Stadtwerken von 822 000 Euro in 2015 auf rund 235 000 Euro geschrumpft sei. Die Stadträte erklärten, dass größere Rückstellungen für den Breitbandausbau aber auch für den laufenden Rechtsstreit mit dem früheren Geschäftsführer Karlheinz Figl bilanziert werden mussten.

Georg Brennauer  

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