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Streit ums Telefon: Mantas Gacevicius und Samantha Britt bei den Proben zu „Das Telefon“. 

Opera Incognita

Zwei kleine Opern, ein großes Musiktheater

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Ungewöhnliche Premiere in Dorfen: Die Opera Incognita bringt im Jakobmayer-Saal mit Unterstützung der Freunde des Jakobmayer einen Musiktheaterabend auf die Bühne.

Dorfen – Gespielt werden die Opern-Komödien „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini“ und „Das Telefon“ von Carlo Menotti. Es ist das erste Mal, das auf diese Weise zwei Opern kombiniert werden.

Puccini hat mit „Gianni Schicchi“ aus dem Jahr 1918 gezeigt, dass er nicht nur ein meisterhafter Opernkomponist war („Tosca“, „La Bohéme“), sondern auch ein begnadeter Schaffer von Komödien. In der Oper geht es um Buoso Donati, der gestorben ist. An seinem Sterbebett versammelt sich die gesamte Verwandtschaft, um Abschied zu nehmen. Doch vor allen geht es ihnen um ganz etwas anderes – sie warten auf die Verkündung des Erbes. Doch zu ihrer aller Überraschung stellt sich heraus, dass der gute Donati sein gesamtes Vermögen einem Kloster vermacht und seine ganze Verwandtschaft enterbt hat. Guter Rat ist jetzt teuer, aber Gianni Schicchi, das schwarze Schaf des Clans, hat einen Plan . . .

Die Opera Incognita kombiniert diese Perle der burlesken Musikliteratur mit Gian Carlo Menottis Operngroteske „Das Telefon“ von 1947. Darin versucht der junge Ben verzweifelt, das Gehör seiner dauertelefonierenden Geliebten Lucy zu bekommen, um ihr einen Heiratsantrag zu machen – und zeigt so die reiche Stilistik des Musiktheaters des zwanzigsten Jahrhunderts. Auf die Besucher wartet ein temporeicher Musiktheaterabend über Kapital und Romantik und den ganz alltäglichen Wahnsinn menschlicher Beziehungen.

Inszeniert werden die beiden Opern von Andreas Wiedermann, die musikalische Leitung hat Ernst Bartmann. Die Besetzung ist sehr international. Herfinnur Arnafjall stammt von den Faröer Inseln, Samantha Britt aus den USA, Mantas Gacevicius aus Litauen. Mitwirkende sind auch Helena Goldt, Peter Kellner, Kalle Kosthorst, Frauke Mayer, Carolin Ritter und Rodrigo Trosino.

Das Bühnenbild stammt von Anton Empl, die Kostüme von Barbara Gruber. Für die Produktionsleitung ist Evi Festl verantwortlich.

Premiere der Opern ist am Freitag, 28. April, um 20 Uhr. Weitere Spieltage sind Samstag, 29. April, sowie Mittwoch, 3., Freitag, 5. und Samstag, 6. Mai. Beginn ist jeweils um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr). Karten im Vorverkauf gibt es beim Ticket-Treff Dorfen, Tel. (0 80 81) 13 93 sowie im Internet unter www.printyourticket.de.

Nach den Spieltagen in Dorfen werden „Gianni Schicchi“ und „Das Telefon“ auch im Münchener Hubertussaal in Schloss Nymphenburg aufgeführt (Freitag, 19., Freitag, 26. und Samstag, 27. Mai). Karten dafür gibt es unter www.muenchenticket.de

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