Nach Fund von drei Toten in Starnberg: Fall nimmt völlig unerwartete Wende - Sohn wohl doch nicht der Täter

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Wirkten für einen unterhaltsamen Abend zusammen (v. l.): Sigi Unterhuber, Wolfgang Hofer, Peter Hackel, Benjamin Schuster, Leo Janocha, Lucas Bartesch, Jan Böhnke, Merve Altintas und Aleyna Bozkurt.

Büchereikonzert mit Lesung

Zwei neue Romane und alte Traditionen

Die Autoren Sigi Unterhuber und Wolfgang Hofer stellten in der Dorfener Bücherei ihre neuen Romane vor. Peter Hackel musizierte dazu mit Schülern.

Dorfen – Die Dorfener Büchereikonzerte haben eine lange Tradition, zum ersten Mal allerdings las der Schwindegger Sigfried Unterhuber dort. Zum zweiten Mal war Wolfgang F. Hofer aus Niedergeislbach zu Gast. Organisiert hatte den Abend Kreismusikschullehrer Peter Hackel in Zusammenarbeit mit der Stadt-Pfarrbücherei.

Während die Geschichten der beiden Autoren in der bayerischen Heimat spielen, umrahmten Hackel und seine sechs Gitarrenschüler die Veranstaltung auch mit amerikanischen und spanischen Liedern. Darüber hinaus präsentierten die Gitarristen Auszüge aus der von Hackel selbst komponierten „Sun Suite“, die erstmals komplett im Sommer im Dorfener Jakobmayer zu hören sein wird.

Zu Beginn des unterhaltsamen Abends galt es, einem Büchereikonzert-Brauch treu zu bleiben, üblicherweise wird mit einem Gläschen Likör angestoßen. Wolfgang Hofer musste dieses aber krankheitsbedingt gegen ein Nasenspray tauschen. Solchermaßen gestärkt machte Sigi Unterhuber den Anfang und las aus seinem neuesten Werk „Meuterei auf dem Kanapee“.

Mit gekonntem Tonfall und ausdrucksstarker Gestik erzählte er vom Landwirt Wast, der beschließt, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und auszusteigen, nur noch Zeit für sich selbst zu haben. „Ich steh nicht mehr auf, nie wieder!“, teilt er seiner Frau Vroni mit, die ihn schließlich mit einem Biss in seinen großen Zeh aus dem Bett treiben will. Ein Versöhnungsversuch mit einem Strauß Blumen scheitert. Aber als der Bürgermeister ihm Ackerland abkaufen will, damit dieser seinem „neuem Lebensstil frönen“ kann, hält Vroni zu ihrem Wast und schmeißt den Bürgermeister aus der Stube.

Wolfgang Hofer, der seine Lesung mit vier Gedichten begann, stellte dann seinen Roman „Das Geheimnis von Vielherzbach“ vor. Protagonist ist der Rentner Franz, der seine Zeit gerne am Wirtshausstammtisch verbringt. Um seine Enkel zu unterhalten, ersinnt er ein Geheimnis, das es nur in seiner Fantasie gibt. Doch der Zufall hilft ihm, tatsächlich entdeckt er auf dem Dachboden ein altes, unbekanntes Tagebuch.

Beide Autoren verstanden es, mit kleinen Kostproben ihrer neuen Werke die Neugier des Publikums zu wecken.

Die Lesung in der Bücherei endete schließlich wie sie begann – mit einer Tradition. Hofer und Unterhuber gaben den Gästen noch Wünsche wie „eine Oma, die Apfelstrudel bäckt“ oder „die Zeitumstellung schadlos zu überstehen“ auf den Weg.

Fabian Holzner

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