Schräg, schrill und voglwuid: Die Isarschixn (v.l.) Andrea Lenz, Birgitt Binder, Dagmar Kratzer und Sabine Schubart. Foto: fkn

„Überdagglt“

Zweite CD der Isarschixn ist schräg und hinterfotzig

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Dorfen - Die "Isarschixn" haben ihre zweite CD veröffentlicht. "Überdaggelt" ist der Titel, der auch Programm ist.

Sie sind „voglwuid“ und sehen sich selbst als „überdagglt“: Die „Isarschixn“ rund um die Dorfener Kulturmanagerin Birgitt Binder sind eine ganz besondere „Girlband“. Wo Binder, Dagmar Kratzer, Andrea Lenz und Sabine Schubart auftreten, bleibt kein Auge trocken. Jetzt haben die schon etwas reiferen Damen ihre zweite CD veröffentlicht. Der Titel dieser ist gleichzeitig Programm: „Überdaggelt“. Ihre zweite Schixn-Scheibe präsentiert die aufgedaggelte Frauen-Power-Band heute Abend um 20 Uhr im Gasthof Adlberger in Altenerding. Mit dabei ist Hans Kratzer, Münchner Turmschreiber und SZ-Redakteur, der die schrägsten Begriffe des bayerischen „Schixnslangs“ erklärt.

Die 13 Lieder auf der CD sind alle selbst komponiert. Die skurril-hintersinnigen Texte beschäftigen sich mit vielem, was die Welt so an Schrägem, Verrückten und Maßlosem zu bieten hat. Ein Lied ist dem Wohnort von Birgit Binder gewidmet. In „Eibach“ erzählt Binder aus ihrem Leben. Groß geworden in München besingt sie, wie es ist, in Eibach als „Landei“ zu leben. Statt bei McDonalds und am Dönerstand vergnügt sich Binder beim Tanzen auf dem Dorffest mit einem odlfahrenden Bauern.

Das Lied „Ora et labora“ ist eine Motette vom Leben und Sterben „und dem ganzn andern Gfrett“. Der „Xari“, um den es geht, kennt im Leben nur Arbeit und beten. Weil ihm der Herrgott nicht ein besseres Leben geboten hat, wirft der Xari auch kein Geld in den Klingelbeutel. Einmal bricht der Xari aber aus seinem eintönigen Leben as und vergnügt sich mit der „Xenia aus Kenia“. Da ereilt ihn der Herztod. Bei der Beerdigung bekommt der Xari dann posthum die Quittung vom Pfarrer, der bei der Predigt resümiert: „Du hast schlecht investiert, hätt‘st mir dein Money geben, dann wärst ned krepiert.“ Die Schixn-Lieder sind allesamt gewohnt schrägt und hinterfotzig. Prädikat hörenswert.

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