Déjà-vu an der Dorfener Marktkirche St. Veit: In der Montagnacht musste die Feuerwehr Dorfen ein Feuer am Gerüst löschen. Zu einem ähnlichen Brand kam es bereits in den frühen Morgenstunden des gleichen Tages.  Foto: Winfried Ess/Fib
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Déjà-vu an der Dorfener Marktkirche St. Veit: In der Montagnacht musste die Feuerwehr Dorfen ein Feuer am Gerüst löschen. Zu einem ähnlichen Brand kam es bereits in den frühen Morgenstunden des gleichen Tages.

Erneutes Feuer am Gerüst – Kein Schaden am Gebäude

Zwei Brände an der Marktkirche: Feuerwehr Dorfen hatte alles unter Kontrolle

  • vonMayls Majurani
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Zwei Mal brannte es an der Dorfener Marktkirche innerhalb von nicht einmal 24 Stunden. Zwei mal rückte ein Großaufgebot an, die Feuerwehr Dorfen hatte aber alles unter Kontrolle.

Dorfen – Zwei Brände gab es an der Dorfener Marktkirche St. Veit am Unteren Markt in nicht einmal 24 Stunden. Erst mussten die Einsatzkräfte am Montagmorgen gegen 4.30 Uhr ausrücken, dann nochmal am selben Tag gegen 23.30 Uhr. Beide Male rückte ein Großaufgebot an. Doch es brannte jeweils nur die Plane am Baugerüst, das das Gotteshaus aus Renovierungszwecken derzeit umgibt. An der Kirche selbst entstand kein Schaden, auch wurde niemand verletzt. Die Frage ist nun: War es Brandstiftung?

Die Brandursachen sind noch nicht bekannt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord gestern Mittag mitteilte. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte eine Sprecherin: „Derzeit wird in alle Richtungen ermittelt.“ Technische Geräte, die durch einen Defekt die Brandursache gewesen sein könnten, sind nach Informationen unserer Zeitung an dieser Stelle nicht zu finden. Die Kriminalpolizei Erding hat übernommen.

Bei beiden Bränden sei der Einsatz nach ziemlich gleichem Muster abgelaufen, erklärt Stefan Beham, Kommandant der Dorfener Feuerwehr: „Wir hatten bei beiden Bränden die gleiche Alarmstufe. Wenn es Feuer in einem hohen Gebäude, wie die Kirche, gibt, werden auch entsprechend viele Feuerwehren alarmiert.“ Daraufhin sei zwei Mal ein Großaufgebot mit rund 100 Feuerwehrkräften und entsprechenden Fahrzeugen angerückt. „Nachdem wir die Lage vor Ort gesehen haben, haben wir die Zahl aber schnell reduziert“, erzählt der 53-Jährige. Rund 20 Einsatzkräfte der Dorfener Feuerwehr blieben, die Wehren aus den umliegenden Gemeinden zogen wieder ab. Mit Kleinlöschgeräten konnten die beiden Brände rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Schlimmeres konnte aufgrund der schnellen Alarmierung durch Bürger verhindert werden. Die Flammen griffen nicht auf die Kirche über. Am Montagmorgen war es ein Kraftfahrer, der am Marktplatz Gemüse anliefern wollte, der die Flammen bemerkte. Das zweite Feuer fiel einem Anwohner auf.

Nachdem der Brand Montagnacht gelöscht war, kontrollierten die Feuerwehrkräfte das Gebäude mit einer Wärmebildkamera. „Wir haben uns das Gerüst näher angeschaut, ob sich da irgendwo Glutnester verstecken. Wir haben auch die Kirche von innen aufwendig überprüft, auch das Dach und den Turm. Aber da war Gott sei Dank nichts“, erzählt Beham. Dann übergab die Wehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Ob es eine Fremdeinwirkung gegeben hat, darüber will der Kommandant nicht spekulieren: „Unsere Aufgabe ist es, die Auswirkungen in den Griff zu bekommen.“ Er bestätigt jedoch, dass beide Male etwa die gleiche Stelle am Gerüst gebrannt hat: „Das zweite Feuer war etwas weiter in südlicher Richtung. Es war aber die gleiche Seite und der gleiche Bereich.“ Laut Polizeipräsidium liegt der Sachschaden an den Gerüstplanen bei 1000 Euro.

Mayls Majurani

Zeugenaufruf

Die Kriminalpolizei Erding bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, die mit den Bränden in Verbindung stehen könnten, sich unter Tel. (0 81 22) 9 68-0 zu melden

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