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Doppeltes Zwillingsglück: Stolz halten Maria Numberger (l.) und Barbara Aschenbrenner (3. v. l.) ihre Söhne Vinzenz Anton und Simon Johannes im Arm. Die Zwillingsschwestern wurden innerhalb von zwei Tagen Mamas. Darüber freuen sich auch (v. l.) Martin Numberger sowie Robert und Miriam Aschenbrenner. 

Süßer Zufall

Zwillingsschwestern werden fast zeitgleich Mamas

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Die Zwillingsschwestern Barbara Aschenbrenner und Maria Numberger sind ein Herz und eine Seele. Sie teilen sich fast alles – ganz knapp sogar das Geburtsdatum des eigenen Nachwuchses: 

Watzling/Lindum – Die Freude war riesig, als Barbara Aschenbrenner aus Watzling und ihre Zwillingsschwester Maria Numberger aus dem einen Kilometer entfernten Lindum von ihren Schwangerschaften erfuhren. Numbergers Baby war für Anfang April geplant, Aschenbrenner sollte drei Wochen später entbinden. Viel Zeit also, um die Schwangerschaft zusammen zu verbringen, Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Barbara gab ihrer Schwester zudem wertvolle Tipps, denn sie hat mit der knapp dreijährigen Miriam bereits eine Tochter. Für Maria Numberger war es das erste Kind. „Wir waren viel miteinander unterwegs, haben gemeinsam eingekauft, waren bei der Massage oder bei der Geburtsvorbereitung“, erzählt Aschenbrenner.

Am 10. April war es dann soweit. Vinzenz Anton Numberger erblickte im Krankenhaus Landshut-Achdorf das Licht der Welt. Die Luftsicherheitsbeauftragte am Flughafen und ihr Mann Martin, Schreinermeister von Beruf, waren überglücklich.

Eine der ersten Gratulantinnen war die stolze Tante Barbara, die noch am Abend ins Krankenhaus fuhr. Sie freute sich riesig über ihren Neffen, der mit 3800 Gramm und 52 Zentimetern Gardemaße zeigte. Gedanken, dass es auch bei ihr schnell losgehen könnte, machte sie sich nicht. „Ich hatte ja noch drei Wochen“, sagt sie rückblickend.

Simon Johannes sah das ganz anders. Er wollte seinen Cousin schnellstmöglich kennenlernen. Am nächsten Tag war die Bankkauffrau selbst im Kreißsaal, am 12. April war der kleine Bub da. Obwohl er drei Wochen zu früh kam, brachte er 3260 Gramm auf die Waage, war 49 Zentimeter groß und kerngesund.

Geschlecht geheim gehalten

Für die Geburtsstation im Krankenhaus Landshut-Achdorf war es bisher einmalig, dass Zwillingsschwestern kurz hintereinander entbinden. Sie legten Aschenbrenner und Numberger in ein gemeinsames Zimmer. Darüber war vor allem Aschenbrenner dankbar, denn nach ihrem Kaiserschnitt konnte sie sich schlecht bewegen. „Ich hatte mit Maria meine persönliche Krankenschwester, die mich toll unterstützt hat und immer für mich da war“, sagt sie dankbar.

Für die Verwandtschaft war es auch praktisch: Sie konnte gleich den Nachwuchs gemeinsam besuchen. Opa Georg Aigner fühlte sich ein bisserl in die Vergangenheit zurückversetzt. Denn Barbara und Maria waren vor 28 Jahren ebenfalls in Landshut-Achdorf auf die Welt gekommen. Damals wurde ein Foto gemacht, als er stolz seine beiden Mädchen im Arm hielt. Diese Aufnahme gibt es jetzt wieder mit seinen Enkeln. „Es war wie früher, nur dass es jetzt Buben sind“, sagt er stolz.

Dass es zwei Burschen werden, das wussten übrigens nur die Mamas und Papas Robert Aschenbrenner und Martin Numberger. Freunde und Familie wurden im Unklaren gelassen. Spekulationen gab es aber anhand der Bauchvergleiche. Und da es in der Familie überwiegend Mädchen gibt, tippten die meisten, dass zumindest Barbara wieder eine Tochter bekommen würde.

Am glücklichsten aber ist Miriam. Die knapp Dreijährige ist sowohl in ihr Brüderchen als auch in ihren Cousin schwer verliebt und hat jetzt sozusagen Zwillinge. Gerne herzt sie die Babys. Von Eifersucht keine Spur. Im Gegenteil: Das Mamasein übt sie schon mit ihrer Puppe.

Unterschiedlich aber sind die Babys in ihren bisherigen Charakterzügen. Vinzenz Anton ist ein waches Kerlchen. Er weiß genau, was er will, lacht und schäkert gerne. Simon Johannes hingegen lässt es ruhiger angehen, ist gemütlich „und glücklich, wenn er was zum Essen bekommt“, sagt Barbara Aschenbrenner lachend.

Hochzeit und Taufe an einem Tag

Mittlerweile hat sich auch das Familienleben gut eingespielt. Die Schwestern treffen sich zu wöchentlichen Spazierrunden und wollen auch gemeinsam eine Spielgruppe besuchen. Stolz sind auch der 32-jährige Gerüstbauer Robert Aschenbrenner und der 40-jährige Martin Numberger auf ihren Nachwuchs. Die Männer lernten sich zwar erst durch ihre Frauen kennen, sind aber längst zu Spezln geworden.

Ein besonderes Ereignis steht für beide Familien im Juli an: Maria und Martin Numberger geben sich kirchlich das Jawort. Und am gleichen Tag wird die Doppeltaufe gefeiert.

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