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In Dorfen konnten hunderte Passagiere den Unglückzug verlassen. In einer Lok war es zu einem Feuer gekommen.

Zwischenfall bei Südostbayernbahn

Lok-Brand: Zug voller Qualm

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Dorfen - Dramatische Momente am Montagmorgen in einem Zug der Südostbayernbahn. In einer Diesellok war ein Feuer ausgebrochen. Der Qualm zog in die voll besetzten Waggons. Verletzt wurde jedoch niemand.

Einen denkbar schlechten Start ins neue Jahr hat die Südostbayernbahn am Montagmorgen erwischt. In einem der Doppelstockzüge spielten sich am frühen Montagmorgen teils dramatische Szenen ab. Schuld war ein Brand in einer Lok.

Der unheilvolle Montag begann mit einer Weichenstörung. Der planmäßig um 6.37 Uhr von Mühldorf in Richtung München abfahrende Zug hatte Verspätung. Deswegen wurde der ursprünglich danach vorgesehene Zug eingesetzt – der Doppelstock-Zug mit zwei Diesellokomotiven und der Nummer 27032. Der war folglich voll.

Einer der vielen Fahrgäste in dem Zug war Michael Wengler. Er berichtet, was sich kurz nach Verlassen des Bahnhofs Schwindegg zugetragen hat: „Plötzlich stieg in unserem Waggon Rauch auf. Der dichte Qualm breitete sich von den Heizungen im Fußraum auf. Teilweise erkannten wir kaum noch die Hände vor den Augen.“ Wengler schildert, dass es nach einem Schmorbrand gerochen habe. Ein Passagier rief laut, es möge endlich einer die Notbremse ziehen.

Kurz vor dem Bahnhof Dorfen blieb der Zug auf freier Strecke stehen. Auf Anweisung des Personals wurden die Türen geöffnet – endlich kam Frischluft herein. Dabei erkannte Wengler, dass der Qualm auch in den anderen Waggons aufgestiegen war.

Die Insassen erfuhren, dass es in einer der beiden Loks ein Feuer gegeben habe, aber keine Gefahr bestehe. Ein Schaffner kündigte, dass der Zug bis Dorfen weiterfahre. Dort könne man in den verspäteten zweiten Zug umsteigen. Nach der Einfahrt in den Dorfener Bahnhof wurde es auf dem verschneiten Bahnsteig eng.

Wengler versichert, er aber auch noch eineinhalb Stunden nach dem Vorfall unter starken Kopfschmerzen und Schwindel gelitten. Er erwägt, die Südostbayernbahn wegen Körperverletzung anzuzeigen. „Das war wie im Film“, bilanziert der Pendler.

Von der Bundespolizei erfuhr unsere Zeitung, dass ein Turbolader durchgebrannt sei. Josef Kugler, Leiter Verkehrsbetrieb bei der Südostbayernbahn, erklärt: „Wir konnten die Lok noch nicht in Augenschein nehmen.“ Zur Rauchentwicklung äußerte er die Vermutung, „dass der Qualm aus der Lok durch die Lüftung im oberen Bereich der Doppelstock-Waggons in Innere gedrungen sein muss“. Der genaue Hergang werde noch ermittelt. Der Lokführer sei sofort über die Brandmeldeanlage informiert worden. Das Feuer soll von alleine erloschen sein. Laut Kugler haben sich bislang keine Verletzten gemeldet. Auch die örtlichen Einsatzkräfte hatten am Montagmorgen keinen Alarm.

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