Grundner-Rede

Dorfen soll wachsen, aber liebenswert bleiben

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Dorfen – Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) sieht in dem im vergangenen Jahr vom Stadtrat beschlossenen Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept den Rahmenplan, der die Herausforderung annehme, Dorfen als „einen attraktiven Standort für die Menschen in der Region und die Menschen, die in unsere Region kommen, zu gestalten“.

Die große Herausforderung werde sein, die Stadt „behutsam weiterzuentwickeln und das reiche kulturelle Erbe zu bewahren“, sagte der Bürgermeister beim Neujahrsempfang der Dorfener CSU. „Kurz gesagt, wir müssen unser Dorfen so gestalten, dass es auch in Zukunft bleibt, wie wir es kennen. Eine lebenswerte und liebenswerte Kleinstadt im Osten des Landkreises.“ Dies betreffe die Belange der gewerblichen Entwicklung insbesondere dann, wenn es darum gehe, „eine lebendige und als Handelsstandort attraktive Geschäftslage zu erhalten und zu stärken, bezahlbaren Wohnraum für Dorfenerinnen und Dorfener zu schaffen und die einer der Stadt angemessene gewerbliche Entwicklung zu ermöglichen“.

Der Stadtchef gab sich überzeugt, dass die Ziele mit der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes, die eine Revision des derzeit gültigen Flächennutzungsplanes darstellt, erreicht werden können. Insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus müsse eine ausgewogene Ausweisung von Bauland unter Anwendung der rechtlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt werden. Grundner will neben den wohnwirtschaftlichen Belangen die gewerbliche Entwicklung („Hier gilt es den Handelsstandort Innenstadt wie auch die vorhandenen Versorgungsbereiche zu stärken“) auf den Prüfstand stellen. Grundner: „Die vom Stadtrat gefasste Prämisse, arbeitsplatzintensiven Gewerbeansiedlungen den Vorrang vor flächenintensiven Ansiedlungen einzuräumen, ist in einer Debatte von Flächenverbrauch und Ressourcenschonung ebenso zu befürworten, wie die Fragen der Innenraumverdichtung.“

Für den Stadtchef steht aber auch fest, dass die Möglichkeiten, die der beginnende Bau der Autobahn A 94 biete, in gleicher Weise genutzt werden müssten, wie die der vorhandenen und nach Anpassung verbesserten Gegebenheiten des Landesentwicklungsplanes.

Im Bereich Verkehr sieht Grundner vor allem den zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing mit den geplanten Höhenfreimachungen der Bahnübergänge sowie wie auch die Planungen zur B 15 für Dorfen „von immenser Bedeutung“ für Dorfen. Zum Thema Bahnausbau verpackte Grundner auch eine deutliche Kritik am Sprecher der Bürgerinitiative „Für einen Bahnausbau ohne Mauern und Schranken“, Georg Brandhuber. Ohne die Namen der Bürgerinitiative oder Brandhubers zu nennen sagte der Stadtchef, es gelte „unter Berücksichtigung der für uns alle wünschenswerten besten Lösung mit Augenmaß und unter Beibehaltung der in der Auseinandersetzung in der Sache nötigen Umgangsform das für unsere Stadt machbare und nicht zuletzt erreichbare weiter zu verfolgen“.

Brandhuber kritisiert Grundner bekanntlich seit längerer Zeit, wirft dem Stadtchef vor, der Bahn „hörig“ zu sein und damit Dorfen zu schaden. Erst kürzlich forderte Brandhuber die Ablösung Grundners als Vorsitzender des Arbeitskreises Bahn des Stadtrates. 

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