DORFENER STUBE

Widerstand gegen Arbeiterwohnheim

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Dorfen - Aus dem ehemaligen Gasthaus Dorfener Stube soll ein Arbeiterwohnheim werden. Die Planungen stoßen aber auf Widerstand.

Früher war die Dorfener Stube der Brauerei Bachmayer am Johannisplatz ein gutgehendes Lokal. Seit Jahren aber steht das mehrstöckige Gebäude mit angebautem Saal jetzt schon leer. Ideen für eine Nutzung gab es schon viele. Unter anderem war der Abriss im Gespräch. In einem Neubau an der exponierten Stelle sollte eine betreute Wohnungseinrichtung entstehen. Die Eigentümer haben diese Idee offenbar wieder verworfen. Stattdessen soll aus dem ehemaligen Lokal eine Wohnheim für 30 Arbeiter werden, die am Bau der A 94 mitarbeiten. Beantragt wurde, die Gaststätte im Erdgeschoss in Aufenthaltsräume für Gäste umzunutzen. Im ersten und zweiten Obergeschoss soll die bestehende Wohnung in Gästezimmer umgenutzt werden. Die Nutzungsänderung wurde für maximal fünf Jahre befristet beantragt. Die erforderlichen Stellplätze können auf dem Grundstück nachgewiesen werden.

Im Bauausschuss des Stadtrates wurde es grundsätzlich positiv gesehen, dass das leerstehende Gebäude wieder genutzt werden soll. Damit war es mit der Zustimmung aber auch schon vorbei. Denn um die Brandschutzanforderungen zu erfüllen, müsste auf der zum Johannisplatz liegenden Westseite des Gebäudes eine provisorische Fluchttreppe aus Metall mit einer Höhe von knapp elf Metern und einer Breit von 6,5 Metern errichtet werden. Die Fluchttreppe müsste auf dem Gehweg und damit städtischem Grund errichtet werden. Der Treppenturm würde fast 2,50 Meter in den Gehweg hineinragen. Laut Bauamtsleiter Franz Wandinger kann die geforderte Fluchttreppe aber nur auf der Westseite des Gebäudes realisiert werden. Auf der Ostseite, wo sich auch der angebaute Saal befindet, sei dies aus Brandschutzgründen nicht möglich.

CSU-Stadtrat Ludwig Rudolf fand dafür nur ein Wort: „Hässlich.“ Ulli Frank-Mayer (Grüne) urteilte: „Das schaut unmöglich aus.“ Vizebürgermeister Günther Drobilitsch (Landlisten) warnte davor, den Johannisplatz durch so eine Fluchttreppe zu „verschandeln“. Schließlich habe die Stadt für die Sanierung des Platz viel Geld ausgegeben.

Der Bauausschuss lehnte den Antrag ab und verweigerte damit das gemeindliche Einvernehmen. Mit den Eigentümern soll nach einer anderen Lösung gesucht werden.

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