EU beschließt Verbot von Einweg-Plastik

EU beschließt Verbot von Einweg-Plastik
Standen in Erding vor der Kamera: die Hauptdarsteller Roeland Wiesnekker, Christine Ostermayer, Lola Dockhorn mit Regisseur und Autor Michael Ammann.f: grozdanic

Dreharbeiten im „Haus Hilde“

Erding - Erding kommt ins Kino: Für den Film „Nebenwege“ wurde in der Herzogstadt gedreht.

Riesige Lastwagen, Kameras und Requisiten ließen in der Schubertstraße in Erding den einen oder anderen Passanten interessiert stehenbleiben. Dort wurden Szenen für den Film „Nebenwege“ gedreht, der im kommenden Jahr in die Kinos kommen soll.

Der Film handelt von der alten Dame Hilde, die an Demenz leidet und von ihrem Sohn in ein Pflegeheim gebracht werden soll. Doch Hilde ist überzeugt, durch eine Wallfahrt nach Altötting geheilt zu werden und macht sich auf den Weg dorthin - in Hausschuhen und Kittelschürze. Sohn Richard und dessen Tochter Marie machen sich auf die Suche nach ihr. Als die beiden die demente Frau finden, will diese nur dann wieder zurückkommen, wenn Sohn und Enkelin mitpilgern. Hilde besteht darauf, zu Fuß zu gehen, und so beginnen die drei Pilger ihre Reise: Hilde zu Fuß vorneweg, Richard im Kleinlaster hinterher und Marie schlafend im Laderaum. Natürlich gibt es immer wieder Zwischenfälle, dennoch kommen sie voran und einander näher.

Die Idee von „Nebenwege“ sei es, dem Zuschauer das ernste und aktuelle Thema Alzheimer auf eine andere Art zu veranschaulichen, sagt Judith Fülle. „Der Film hat diese Leichtigkeit, die das Thema realistisch darstellt und zeigt, wie wichtig es ist, in so einer Situation eine Familie zu haben, die einem den Rücken stärkt“, meint die Producerin des Films.

Am „Haus Hilde“ in Erding, wie der Drehort von der Film-Crew genannt wird, wurde zwei Tage lang gedreht. Das Haus hatten so genannte Motiv-Scouts gefunden, als sie die Gegend nach dem geeigneten Drehort absuchten, erzählt Fülle. Das Haus habe die perfekte Größe und erfülle auch alle anderen Vorstellungen der Filmmannschaft.

Die Besitzerin des Hauses, die nicht genannt werden will, habe überrascht auf die Anfrage reagiert und sich darüber gefreut. Während der Dreharbeiten wohnte sie bei ihrem Sohn, trotzdem kam sie regelmäßig an den Filmset. Das Haus wurde für die Dreharbeiten komplett umgestaltet. Von neuen Tapeten über Möbel bis hin zur Außenfassade. Um nach Abschluss der Dreharbeiten das Haus wieder in die ursprüngliche Form zu bringen, wurde alles genauestens fotografiert und dokumentiert.

Die Hausherrin war überwältigt: „Ein Aufwand ist das hier. Es wurde alles komplett umgestaltet. Ich habe sehr gestaunt, was da alles weggeräumt wurde.“ Auch schaulustige Erdinger versuchten, einen Blick auf das Filmset zu erhaschen, an dem rund 40 Leute beschäftigt waren. Beschwerden von den Anwohnern habe es keine gegeben. „Es gibt überwiegend positives Feedback“, zeigte sich Fülle zufrieden.

Die Filmpremiere findet in München statt. Nach der deutschlandweiten Kinoausstrahlung 2013 gibt es eine Fernsehausstrahlung, und schließlich wird auch eine DVD veröffentlicht.

(Aleksandra Grozdanic/Theresa Notka)

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